Sterne am Schulhimmel

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Dreimal Traumnote 1,0: Thomas Stolz (oben von links), Maximilian Bauer und Lina Uhlirsch wurden von Oberstudiendirektor Joachim Hellwig ausgezeichnet. Und musikalisch ist er auch noch der Frühlingsabiturjahrgang 2011: Die Schulband, die das Musikprogramm bei der Abschiedsfeier gestaltete, verliert mit dem Ende des G9 gleich mehrere Musiker.

Waldkraiburg - Ein glänzender Abiturjahrgang nahm am Freitag Abschied vom Gymnasium. Mit Maximilian Bauer, Thomas Stolz und Lisa Uhlirsch schafften gleich drei Schüler eine glatte Eins im Abschlusszeugnis.

Als "leidenschaftlicher Physiklehrer und großer Freund der Astronomie" tauchte Oberstudiendirektor Joachim Hellwig in seiner launigen Rede ins Universum ein. Der Schulleiter bezeichnete die Abiturientinnen und Abiturienten als "grandiose Ansammlung von strahlend hellen Sternen" und verglich ihren Reifeprozess mit der Entstehung von unterschiedlich leuchtstarken Sonnen im Weltall, von den "gleißend hellen strahlenden Sonnen", die mit 1,0 bestanden hatten, bis hin zu einigen, die "nur durch verstärkten Druck von außen und fast gewaltsame Materiezufuhr" ihr Ziel erreichten. Alle strahlen auf ihre Weise.

113 Schüler des letzten G9-Jahrgangs haben das Abitur bestanden, zehn mit einem Schnitt von 1,5 oder besser (siehe auch Umfrage auf der folgenden Seite), 29 mit einer Eins vor dem Komma. Es waren nicht die einzigen herausragenden Leistungen, die in dieser Feier hervorgehoben wurden. Auch die besten Facharbeiten wurden ausgezeichnet. Laut Kollegstufenbetreuer Studiendirektor Ulrich Fröling wurde fünfmal die Höchstpunktzahl 60 vergeben, und zwar an Maximilian Bauer, Thomas Stolz, Sonja Hoferer, Ruth Thomas und Simone Bernard.

Abiturball Gymnasium Waldkraiburg

13 der Absolventinnen und Absolventen beginnen im Jahr des Doppelabiturs ihr Studium bereits im Sommersemester, 15 nutzen ein Überbrückungsangebot der Hochschule, 61 werden das Studium im Herbst aufnehmen. So Hellwig, der mit den Worten "Die Gesellschaft wartet auf Sie!" an die Abiturienten appellierte, sich persönlich einzubringen, an der Lösung von Herausforderungen der Gegenwart mitzuarbeiten, das Leben der Kommunen und den politischen Prozess in der Demokratie mitzugestalten und dabei nicht zu vergessen, dass soziale Bindungen und Geflechte "wesentlich bedeutsamer" seien als die Ansammlung von Geld und Materie.

Die große Bedeutung von Ausbildung und Bildung unterstrichen in ihren Grußworten der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer, die stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer und die Elternbeiratsvorsitzende Gabi Röpke, die den Schülern zu ihren Erfolgen gratulierten. Der Abgeordnete empfahl den jungen Leuten, möglichst viel Erfahrung im Ausland zu sammeln, mit ihren Fähigkeiten aber wieder zurück zu kommen. "Sie werden in der Heimat gebraucht." Den hohen Rang von sozialer Kompetenz und Werten strich Eva Köhr heraus.

Und Kollegstufensprecherin Eva-Maria Eder, die sich bei Schulleitung, Lehrerkollegium und Eltern für die Unterstützung bedankte, brachte ihre guten Erfahrungen mit dem Gymnasium Waldkraiburg auf folgenden Nenner: "Ich hatte das Glück, weit mehr als bloßes Wissen an dieser Schule zu lernen", nämlich eigenständiges Denken und Fragen. Für ihre Tätigkeit als langjährige Tutorin und Schülersprecherin, die sich mit Eifer und Freude für die Gemeinschaft einsetzte, wurde Eder mit dem Sonderpreis der Stadt für soziales Engagement ausgezeichnet.

Der Verabschiedung der Abiturienten in der Aula der Realschule war ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrer Martin Garmaier und Diakon Fred Keilhauer vorangegangen. Ein rauschender Abiturball schloss sich am Abend an.

hg

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