Zentrum mit großem Einzugsgebiet

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Das Einzugsgebiet für Kulturveranstaltungen im Haus der Kultur reicht von München bis Simbach, von Rosenheim bis Vilsbiburg. Die Karte zeigt, woher die Käufer von Eintrittskarten kommen.

Waldkraiburg - "Waldkraiburg ist noch immer das kulturelle Zentrum der Region." Hansjörg Malonek von der städtischen Kulturabteilung untermauerte im Kulturausschuss diese Aussage mit Hinweis auf das Einzugsgebiet des Hauses der Kultur.

Das Einzugsgebiet reicht bis München und Simbach, Rosenheim und Vilsbiburg. Um einen Aufschluss über den Einzugsbereich zu bekommen und gezielte Werbemaßnahmen zu setzen, hatte die Kulturabteilung seit Beginn der Saison 2008/2009 damit begonnen, alle Käufer von Tickets per Postleitzahl zu erfassen. Rund 7000 Kunden haben seitdem an der Kasse, über Telefon oder Internet Karten für Kulturveranstaltungen im Haus der Kultur erworben. Der größte Anteil - das ist keine Überraschung - liegt mit fast 2200 in der Stadt Waldkraiburg. Fast 800 Käufer kommen aus der Kreisstadt Mühldorf. Entsprechend stark ist der Landkreis Mühldorf in dieser Statistik vertreten, gefolgt vom Landkreis Altötting. Besucher von Theaterveranstaltungen kommen laut Malonek bis aus Rosenheim, von speziellen Musikkonzerten in Einzelfällen sogar aus München.

Zahl der Abonnenten nahezu gehalten

 Potenzial sieht man im Haus der Kultur insbesondere im Raum Haag und in Richtung Dorfen. In künftigen Werbekampagnen will das Haus der Kultur deshalb auch verstärktes Augenmerk auf die Landkreise Rosenheim und Erding richten. Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten ist der befürchtete Einbruch bei den Abonnenten ausgeblieben. Die Zahl der Stammabos für den Bereich Schauspiel ist laut Malonek in dieser Saison von 86 auf 91 gestiegen, im Bereich Musikteater hält der positive Trend seit der Saison 2006/07 an. In der laufenden Spielzeit sind es 133 Abonnenten, elf mehr als zuletzt. Zurück gegangen ist die Zahl der Gesamtabos, die Musik- und Sprechtheater umfassen, von 135 auf 115. Neben persönlichen, altersbedingten oder gesundheitlichen Gründen hängt dies auch mit der wirtschaftlichen Lage zusammen. So wurden allein zehn Firmenabos zurück gegeben. Die Zahl der Schnupper-abos (18) und der Wahlabos (77) blieb zwar gegenüber dem Vorjahr konstant, aber unter dem Niveau voran gegangener Jahre.

Die Gesamtzahl der Abonnenten beträgt damit 434. Sie stellen damit unverändert den stärksten Besucherkreis. Der Pflege und dem Ausbau dieser Gruppe, die zudem eine starke Bindung zum Haus hat, gelte weiterhin großes Augenmerk, so Malonek. Im Vergleich mit Häusern rund um München liege Waldkraiburg bei den Abozahlen gut, so Malonek. "Perfekt" läuft aus seiner Sicht das Heranführen von Vorschul- und Grundschulkindern an die Kulturveranstaltungen im Haus. Puppen- wie Realtheatervorstellungen sind nach seinen Worten sehr gut besucht. Dieser Erfahrung steht die Tatsache gegenüber, dass der Altersdurchschnitt des Stammpublikums wie in anderen Städten mit vergleichbarem Angebot auch in Waldkraiburg stetig ansteigt.Wie Stichproben bestätigen, kommen auch zu den Dauerausstellungen des Stadtmuseums und den Ausstellungen der städtischen Galerie nicht nur Besucher aus der näheren Umgebung nach Waldkraiburg, sondern auch aus dem Chiemgau, aus dem Raum Rosenheim oder sogar München und darüber hinaus. In der Regel sind dies laut Museumsleiterin Elke Keiper Einzelpersonen oder kleine Gruppen, in einzelnen Fällen aber auch ganze Oberstufen-Schulklassen.

hg/Mühldorfer Anzeiger

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