Die Zeitgeschichte aufbereiten

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Das Aschauer Heimatbuch soll um einen Band zur Zeitgeschichte ergänzt werden.

Aschau - Ein neues Heimatbuch brauche es nicht. Eine zeitgeschichtliche Ergänzung sei aber sinnvoll. Da sind sich Bürgermeister Alois Salzeder und die Gemeinderatsmitglieder einig.

Salzeder, der viele Geburtstagsjubilare besucht, berichtete von zahlreichen Kontakten mit Heimatvertriebenen in Aschau. 1950 stellten nach seinen Worten Vertriebene fast die Hälfte der Aschauer Bevölkerung. Deren Geschichte dürfe nicht verloren gehen.

In einer Bilderausstellung in Aschau im Rahmen des landkreisweiten Geschichtstages am 11. Oktober soll die Integration der Flüchtlinge ein zentrales Thema sein. Die Ergebnisse sollten in Buchform zusammengefasst werden, war die übereinstimmende Meinung im Gemeinderat.

Einen Beschluss fasste das Gremium noch nicht. Offen blieb, ob ein aufwendiger und dadurch etwas teurer Bildband über die Geschichte der Kriegs- und vor allem Nachkriegszeit aufgelegt wird, oder ob eine günstigere Version in Broschur wie etwa beim Kirchenführer ausreicht.

Bei diesem Buchprojekt setzt der Gemeinderat seine Hoffnungen auf einen fünfköpfigen Arbeitskreis, der auch die geplante Ausstellung vorbereitet. Weitere freiwillige Helfer können sich bei der Gemeinde melden. Gesucht werden zudem historische Fotos aus der Zeit bis zum Ende der 50er-Jahre. Gebraucht werden auch Zeitzeugen, die bei der Sichtung der Bildbestände behilflich sind und ihre Geschichte und Geschichten aufschreiben. hg

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