"Wir brauchen diese Säle"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die Liedertafel mit Dirigent Edi Kästner war federführend in der Programmgestaltung.

Kraiburg - Die Bürger der Marktgemeinde haben sich eindeutig für den Erhalt der Säle im Bischof-Bernhard-Haus ausgesprochen und dies durch ihr großes Engagement beim dortigen Fest zum Ausdruck gebracht.

22 Vereine und Gruppen waren aktiv an dem Fest beteiligt, das auf dem Marktplatz geplant, wegen der unsicheren und kühlen Witterung aber in die beiden Säle und den Arkadenhof des Hauses verlegt wurde, so als ob es eines weiteren Beweises für die Notwendigkeit der Säle bedurft hätte.

Auch die Kleinsten trugen zu dem gelungenen Fest bei.

Mit einem Gottesdienst von Pfarrer Werner Giglberger hatte das Fest begonnen, musikalisch durch die Rhythmusgruppe um Lenz Rosenberger sowie die Kindergartenkinder umrahmt. Zu Beginn der Veranstaltung im Bischof-Bernhard-Haus wurde in verschiedenen Grußworten die Bedeutung und Notwendigkeit der Säle und des Hauses herausgestellt - durch Gregor Kifinger als Vorstand des Veranstalters "Förderverein Bischof-Bernharde-Haus-Säle Kraiburg e.V.", durch Zweiten Bürgermeister Dr. Herbert Heiml seitens der Gemeinde und Pfarrer Werner Giglberger für die Kirche. Giglberger wörtlich: "So viele zeigen, dass ihnen das Haus am Herzen liegt. Es wäre wahnsinnig schade, wenn es mit diesem Haus nicht weitergehen würde."

Grundsätzliche Gedanken zum Erhalt des Hauses brachte Edi Kästner von der Liedertafel ein, der auch das vielfältige Programm zusammengestellt hatte, nachdem die Idee zu diesem Fest von Liedertafelvorstand Sepp Wimmer geboren war. "Dieses Haus war als eines der hervorstechendsten Patrizierhäuser mitten am Marktplatz über Jahrhunderte ein Zentrum des Marktes. Als Bischof-Bernhard-Haus ist es nicht nur Mittelpunkt des kulturellen Lebens, sondern darüber hinaus unersetzlich für das Miteinander in der Bevölkerung, für das Erleben von Gemeinschaft, ob im kirchlichen, gemeindlichen oder familiären Bereich geworden", so Edi Kästner.

Weiter meinte Kästner: "Für diesen historischen Ort gibt es keinen auch nur annähernd gleichwertigen Ersatz. Das Haus repräsentiert wie kein anderes einen Kern Kraiburger Geschichte. Gerade in diesen Mauern präsentiert sich Kraiburg immer wieder als kulturell lebendiger Markt. Der Wappenspruch des großen Kraiburgers Bischof Bernhard lautete "onoys", der Geist. Sorgen wir dafür, dass nicht Kleingeist die Geschichte des Marktes bestimmen."

Dann lief bis in die Abendstunden ein lebendiges, abwechslungsreiches und sehens- und hörenswertes Programm ab, das die kulturelle Vielfalt im Markt deutlich machte. Beteiligt daran waren die Liedertafel, die Blaskapelle, die Kindergartenkinder von St. Bartholomä und den Römerzwergerln, die Kirchenchor, die Showgarde der Narrengilde mit Prinzenpaar, die Singgemeinschaft Ampfing, der Männergesangsverein Altmühldorf, der Soatn-Vierer und die Nachtliachtl-Musi, die Combo der Liedertafel sowie die Gruppe "Blech und Krempel". Filme und Diashows zeigten das Geschehen der vergangenen Jahrzehnte im Bischof-Bernhard-Haus und eine virtuelle Führung durch das neue Bischof-Bernhard-Haus präsentierte Architekt Josef Anglhuber. Groß war dazu auch das kulinarische Angebot mit Weißwürsten, Braten, Grillköstlichkeiten und Steckerlfischen sowie zwei herrlichen Kuchenbuffets.

Ein mehr als zufriedenes Fazit zog am Ende dann Fördervereinsvorstand Gregor Kifinger: "Die Bevölkerung hat Flagge gezeigt, dass wir die Säle und das Haus brauchen. Dies ist auch ein klares Zeichen an den Bürgermeister und den Gemeinderat, endlich den Beschluss zum Erhalt der Säle umzusetzen."

ng/Waldkraiburger Nachrichten

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser