Sichere Autofahrt - aber schwer zu retten

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Die Ausbilder (in brauner Schutzkleidung) gaben den Feuerwehrmännern wichtige Hinweise im Umgang mit Spreitzer und Rettungsschere.

Waldkraiburg - Moderne Fahrzeuge verbessern zwar die Sicherheit der Autofahrer, stellen aber die Feuerwehrleute vor neue Herausforderungen. Hierzu gab es nun eine Fortbildung:  

120 Floriansjünger aus dem ganzen Landkreis unterzogen sich deshalb auf dem Gelände der Feuerwehr in Waldkraiburg einer Fortbildung. Im Rahmen der S-GARD Safetytour erwartete die Teilnehmer von 14 Feuerwehren aus dem Stadt- und Landkreisgebiet eine Schulung in Theorie und Praxis. Von den Berufsfeuerwehren Augsburg und Nürnberg kamen Albert Kreutmayr und Ludwig Fuchs, die als Ausbilder und Referenten fungierte, sowie Stefan Schmidt von der S-GARD Schutzkleidung. Der Kontakt war beim Besuch der "Interschutz-Messe" entstanden.

"Busunfälle" sowie "Massenkarambolage auf Autobahnen" waren Themen der Fachvorträge, mit denen die dreitägige Ausbildungsveranstaltung startete. Auch die Probleme bei derartigen Unfällen wurden bei dem Symposium besprochen, an dem sich Kreisbrandrat Karl Neulinger beteiligte.

Ein Grundseminar in Technischer Hilfeleistung bei "PKW-Rettung" stand die nächsten zwei Tage für die Wehren aus dem Stadtgebiet und dem Landkreis auf dem Programm. Im theoretischen Block informierten die Ausbilder der Berufsfeuerwehren über die Standardeinsatzregeln beim Pkw-Unfall, über neue Fahrzeugtechnologien und moderne Feuerwehrschutzkleidung.

An jeweils drei "ausrangierten Autos" formierten sich einzelne Gruppen zum Praxisblock, um abwechselnd die Stationen mit den Pkws in Standard, Seitenlage oder Dachlage zu absolvieren. Dabei wurden den Feuerwehrlern neue Schneidtechniken sowie wertvolle Tipps und Tricks gezeigt, um im Notfall die Personen schneller und sicherer aus dem Fahrzeug befreien zu können. Nach Anleitung der Ausbilder konnten die Floriansjünger "selbst Hand anlegen" und mit dem hydraulischen Rettungssatz, Spreitzer und Schneidgerät, hantieren.

Die Erwartungen der Teilnehmer wurden voll erfüllt, wie sich bei den Anschlussbesprechungen herausstellte. Die Mühe des Organisationsteams um den stellvertretenden Kommandanten Wolfgang Klein hatte sich also allemal gelohnt.

"Bei den Anforderungen durch die neue 'Fahrzeug-Generation' (Material und Konstruktion) sind wir an unsere Leistungsgrenzen gekommen", stellte Kommandant Bernhard Vietze heraus. Die Fahrzeuge sind für den Fahrer sicherer geworden - bei Unfällen kann es jedoch Probleme bei der Rettung geben. Die Waldkraiburger Wehr versucht daher, neue Rettungssätze zu beschaffen, um auch künftig rettungstechnisch auf dem neuesten Stand zu sein.

bac/Waldkraiburger Nachrichten

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