Zamperl auf Steuerflucht?

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Dieser Hund ist nicht auf der Steuerflucht, sondern scheint einfach nur Spaß am Frühling zu haben. Einige Vierbeiner in Waldkraiburg haben nach Einschätzung der Stadtverwaltung ihren Aufenthaltsort aber nur auf dem Papier gewechselt, um sich die hohe Steuer in Waldkraiburg zu sparen.

Waldkraiburg - Die Verdoppelung der Hundesteuer von 50 auf 100 Euro im Jahr 2011 zeigt offensichtlich Nebenwirkungen: Einige Zamperl sind vermutlich als "Steuerflüchtlinge" in Nachbargemeinden ausgewichen.

Darauf deuten Beobachtungen der Stadtverwaltung hin.

1006 Hunde waren nach Angaben der Stadt noch 2009 in Waldkraiburg gemeldet. 2011 sind es bisher 920 Vierbeiner. Diese Zahl sei zwar vorläufig, heißt es. Dennoch spricht nach Einschätzung der Verwaltung vieles dafür, dass manche Hundehalter ihre Tiere in Nachbargemeinden angemeldet haben, die weniger Steuer verlangen. Die Hunde kehren gewissermaßen als "Touristen" zurück, beziehungsweise werden "in Pflege" genommen.

Allerdings werden die Tiere nicht nur bei der Stadt abgemeldet. Das Rathaus werde auch von den neuen Aufenthaltsorten über den Wechsel informiert, so eine Sprecherin. Die Zahl der angemeldeten Hunde und die Rückmeldungen geben Anlass zu der Vermutung, dass einige Tiere nach diesem Muster Waldkraiburg den Rücken gekehrt haben. Eine genaue Zahl kann sie nicht nennen.

Um Steuerflüchtlinge zu erwischen, kündigt das Rathaus Hundebestandsermittlungen in regelmäßigen Abständen an. Zudem werden die Hundehalter informiert, dass auch für Hunde, die zur Pflege aufgenommen werden, die Steuer fällig ist.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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