Bürgermeistergespräch für Waldkraiburg-Süd: Stabilität des Steinbrunner Bergs und Raser in Liszt-Straße waren weitere Themen

Stadtwerke rüsten Kläranlage nach

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Waldkraiburg - Die Stadtwerke Waldkraiburg sind dabei, die Geruchsbelästigungen, die bei ungünstigen Wetterlagen von der Kläranlage ausgehen, zu minimieren.

Das teilte Bürgermeister Siegfried Klika im Stadtteilgespräch für den Waldkraiburger Süden mit. Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Weigl auf Anfrage der Zeitung präzisiert, ist vorgesehen, die erste Station, dort wo die Feststoffe aus dem Abwasser entnommen werden, abzudichten. Der Bereich soll kontrolliert entlüftet, die Abluft gefiltert werden. Die Kosten für diese bauliche Maßnahme, die derzeit in Planung ist, liege bei einer Größenordnung von mehr als einer halben Million Euro. Die Realisierung ist laut Weigl im nächsten Jahr vorgesehen. In der Folge seien weitere Maßnahmen in Vorbereitung.

Für den Steinbrunner berg hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben. Es bestehe zwar keine akute Gefahr, betonte der Bürgermeister, allerdings rutscht bei Regenfällen immer wieder Kies nach. Einer Stützwand, die "möglicherweise notwendig werden könnte", zieht Klika die Sperrung der Straße für den Verkehr vor. Das will auch Verkehrsreferent Rainer Zwislsperger nicht ausschließen. Die Verkehrsbedeutung des Steinbrunner Berges schätzt er als nicht besonders groß ein. Auch eine Einbahnstraßenregelung wäre denkbar. Derzeit ist die Straße bereits auf Tempo 30 und drei Tonnen beschränkt. Nur Schulbusse dürfen noch fahren.

Ein Ehepaar, das an der Liszt-Straße wohnt, beschwerte sich über Raser, die in der Nacht die Anlieger belästigen. Sie können nicht verstehen, dass die Liszt-Straße nicht mehr durchgehend, sondern nur noch an Schultagen zwischen 7 und 17 Uhr auf 30 Kilometer in der Stunde beschränkt ist.

Das 30er-Schild alleine nutze nichts, meinte der Bürgermeister, da brauche es auch Umbauten der Straße. Für eine 30er-Zone brauche es rechtliche Voraussetzungen, erklärte Verkehrsreferent Zwislsperger. Der Bürgermeister sagte aber zu, die neuen Geschwindigkeitsmessgeräte der Stadt in der Liszt-Straße aufzustellen. Sie könne Fahrzeuge in beiden Richtungen und auch deren Geschwindigkeit erfassen. Sollte sich ein hoher Anteil von Rasern bestätigen, will er den Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung kontrollieren lassen.

Herbert Lenhart bemängelte, dass die Ausbesserung von schadhaften Bordsteinen schlecht koordiniert sei. Zum Einzelfall konnte Klika nichts sagen. Grundsätzlich stellte er fest, dass die Stadt bereits mehrere hunderttausend Euro für die Erneuerung der Granitbordsteine ausgegeben hat und noch rund eine Million Euro aufwenden müsse, um in den nächsten Jahren alle auszutauschen.

In Sachen Geothermie fragte Lenhart an, ob er und einige Nachbarn in der Richard-Wagner-Straße, die ihre Heizung erneuern müssen, anschließen können. Abhängig sei dies von der Höhe des Anschlusswertes, so Klika. Für einzelne Häuser sei dies noch nicht möglich. Es brauche eine größere Zahl von Anschlusswilligen, damit sich das Verlegen einer Leitung rechnet.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © dpa

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