Wasserwacht bleibt

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Waldkraiburg - Der Streit der Wasserwachts-Ortsgruppe Waldkraiburg mit dem Kreisvorstand um abgezogene Mittel soll beigelegt sein. Mit einem Kompromiss soll wieder Ruhe einkehren!

Kreisgeschäftsführer Marc Elsner fungiert als Mittelsmann.

Weil die Wasserwachtsortsgruppe Waldkraiburg nachlässig mit der Abgabe von Inventarlisten gewesen sein soll, hat der Kreisvorsitzende Maximilian Kammermeier als "Warnschuss" die komplette Ausrüstung samt Booten aus Waldkraiburg abgezogen (wir berichteten). Vorausgegangen sind ein länger schwelender Streit und ein E-Mailverkehr zwischen Kammermeier und den Waldkraiburger Ehrenamtlichen, der der Redaktion in Auszügen vorliegt.

Weil die Inventarlisten unvollständig waren, hat der Kreisvorstand seit längerer Zeit mit Konsequenzen gedroht. Mit dem Abzug der Mittel wurde die Drohung wahrgemacht und der Streit eskalierte. Kreisgeschäftsführer Marc Elsner sprach gegenüber Kammermeier und dem restlichen Kreisvorstand ein Hausverbot für die Räume des BRK in Waldkraiburg aus.

Dann schaltete sich Rainer Schug, Vorsitzender des Wasserwachts-Bezirkes Oberbayern, ein und schlug sich auf Kammermeiers Seite. In einem Brief an Elsner, der auch der Zeitung zugespielt wurde, schreibt er von einer "Generalabrechnung mit Herrn Kammermeier". Auch sei Elsner dafür verantwortlich, dass die Einsatzbereitschaft der Ortsgruppe nicht mehr gewährleistet war, weil er durch das Hausverbot, das er dem Kreisvorstand erteilte, eine Rückführung der Mittel verhindert habe.

Von einem verbalen Ping-Pong-Spiel halte Elsner nichts, sagte dieser auf Nachfrage. Er sei, genau wie Kammermeier, an einer raschen Lösung interessiert, damit die Ortsgruppe Waldkraiburg weiter arbeiten kann und nicht zerfällt. Nun gab es ein Krisen-Gespräch zwischen Elsner, rund 50 Aktiven der Ortsgruppe, Kreisvorsitzendem Kammermeier und dem Bezirksvorsitzenden Schug.

"Der Konflikt ist jetzt beigelegt", versichert Elsner. Man habe sich einheitlich auf den Kompromiss geeinigt, ihn als Mittelsmann für die Waldkraiburger Ehrenamtlichen einzusetzen. "Damit wollen wir nicht die Satzung der Wasserwacht außer Kraft setzen, sondern einfach auf der zwischenmenschlichen Ebene weiterkommen", erklärt Elsner. Bezirks- und Kreisebene seien damit einverstanden.

Bei dem Treffen hatten die Aktiven noch einmal die Möglichkeit, ihren Unmut zu äußern. "Es wurde auch deutlich, dass es einen Abzug der Mittel als Sanktion nicht mehr geben kann", so der Kreisgeschäftsführer.

Nach seinen Worten wird sich die Waldkraibrger Ortsgruppe als eine der größten Einheiten im Landkreis nicht auflösen. Alle Beteiligten seien bemüht, dass es weiter gehen kann.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © dpa

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