Wasserratten dürfen loslegen

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Das Sportbecken wartet ab Montag auf die Schwimmbegeisterten. Das Team um Bademeister Michael Spierling hält das Waldbad in Schuss.

Waldkraiburg - "Rein ins kühle Nass" lautet die Devise ab kommenden Montag, 19. April, im Waldkraiburger Waldbad. Denn nun beginnt hier die Vorsaison, in der das Sportbecken von 11 bis 18.30 Uhr täglich geöffnet ist.

Ab Vatertag, dem 13. Mai, ist die Anlage mit allen Becken dann von 8 bis 20 Uhr offen.

Den Vereinen wird hiermit jetzt schon die Möglichkeit zum Trainieren gegeben, "und auch die Dauergäste freuen sich schon auf ihre Schwimmrunden, wenn das Wetter passt", weiß Michael Spierling, Meister für Bäder-Betriebe, zu berichten.

Die nun bevorstehende Eröffnung war, wie jedes Jahr, mit viel Arbeit verbunden. Nachdem die Saison in der Eishalle vorbei war, "wanderte" das Personal ins Waldbad über zur General-Frühjahrs-Reinigung. "Vier bis fünf Personen sind etwa fünf Wochen lang beschäftigt, bis die ganze Anlage gereinigt und überholt ist", sagt Spierling.

Jede Fliese und Fuge wird mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt und somit werden alle Becken gründlichst gereinigt. Auch der Fliesenleger muss hier oft ran: In Folge von Frostschäden ist die Erneuerung von Fliesen oder Bodenplatten notwendig geworden; diese Reparaturen sind auch aufwendig und teuer. Das Mähen und Herrichten gehört auch dazu. Zudem haben die Reinigungsdamen viel Arbeit, denn auch die Duschen und Kabinen werden geputzt.

Die Technik-Anlage wird zum Großteil von Michael Spierling überprüft. Zwei neue Chlorgas-Warngeräte mussten angeschafft werden; dafür machten die Kosten mit dem Einbauen an die 5000 Euro aus. Die Geräte dienen zur Überwachung von hochgiftigem Chlorgas. Zudem ist im Technikraum eine neue Fluchttreppe als weiterer Notausstieg erforderlich geworden. In einer Badesaison werden über drei Tonnen Schwefelsäure verbraucht, um den Ph-Wert zu regulieren und damit die vorgeschriebenen Normwerte einzuhalten.

Fünf große Schwimmbad-Filter, zwei für das Sportbecken und jeweils einer für die anderen Becken, regulieren den Wasser-Kreislauf und spülen alle acht Stunden einmal durch. Allein für das Sportbecken beträgt die Umwälzung 2.160.000 Liter.

Dies alles verursacht hohe Kosten - für Neuanschaffungen im Waldbad ist momentan kein Geld da. Nach dem Frühjahrsputz steht der neuen Badesaison nichts mehr im Wege. Das fünf Meter tiefe Sprungbecken ist auch bereits gereinigt und um das Sportbecken haben eine Fachangestellte und eine Auszubildende für Bäder-Betriebe bereits die Absperrseile gespannt, so dass hier der Schwimmbetrieb beginnen kann.

Spierling bedauert, dass es wenig "Nachwuchs" und Facharbeiter im Beruf für Bäder-Betriebe gibt. "Manche scheuen die Wochenend-Arbeit, zudem tragen wir auch viel Verantwortung", weiß der Meister für Bäder-Betriebe und nennt drei bis vier Fälle in einer Saison, wo zur Rettung "ins Wasser gesprungen wird". Bedauerlich sei, dass Kinder immer weniger gut schwimmen können.

bac/Waldkraiburger Nachrichten

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