"Was ist eigentlich ,Merchandising'?"

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Sich einmal wie ein Stadtrat fühlen: Die Ferienreporter machen im großen Sitzungssaal ein Interview mit der neuen Geschäftsführerin der Stadtmarketing GmbH, Sonja Goschy (rechts vorne). Redakteurin Andrea Klemm protokolliert.

Waldkraiburg - Neun Ferienreporter machten sich auf, herauszufinden, was "Merchandising" heißt. Beim Interview erhielten die Kinder viele Antworten.

Was heißt Merchandising, was genau macht die Stadtmarketing GmbH und warum steht die neue Chefin auf mittelalterliche Kampfsportarten?

Sonja Goschy ist seit Kurzem die neue Chefin der Stadtmarketing GmbH. Im Rathaus stellte sie sich den Fragen der jungen Reporter, die im Rahmen des Ferienprogramms die Waldkraiburger Nachrichten besuchten. Am Morgen machten sie eine "Redaktionskonferenz" mit Redakteurin Andrea Klemm und überlegten sich interessante Fragen für das Interview.

Dem Redakteur über die Schulter geguckt: (von links) Johanna, Vroni neben Redakteur Harald Schwarz; dazu Simon, Lorin, Ronald, Thomas, Natalie, Maria-Theres und Robert. Die Ferienreporter schauen beim Layouten zu.

Lorin, zwölf Jahre alt, wollte wissen, wie viele Leute beim Stadtmarketing arbeiten? Er erfährt, dass es derzeit drei Leute sind, zwei in Vollzeit, eine in Teilzeit. "Wer finanziert das Stadtmarketing?" 50 Prozent die Stadt, jeweils 25 Prozent die Stadtbau und die Stadtwerke. Abschließend wollte er noch wissen, wieviel Budget für Werbemaßnahmen zur Verfügung steht. 140000 Euro pro Jahr sind es, wie Sonja Goschy erklärt.

Simon, neun Jahre: Wie lange braucht das Stadtmarketing, um das Stadt-Infoheft zu erstellen? "Wir arbeiten den ganzen Monat an dem Heft". Wie oft erscheint das Infoheft?, will er außerdem wissen. Es werde zehnmal im Jahr an alle Haushalte verteilt.

Johanna (14) fragt nach den Aufgaben der Stadtmarketing GmbH? "Sie vermittelt die Stärke der Stadt und sie vermarktet Waldkraiburg", erklärt ihr Goschy. So kümmert ihr Team sich beispielsweise um Werbegeschenke, geht auf Messen, stellt beispielsweise das Haus Sudetenland als Jugendherberge vor. Es macht das monatlich erscheinde Stadt-Infoheft, erstellt Flyer, Plakate und versucht in Gesprächen, neue Betriebe nach Waldkraiburg zu holen.

Seit wann gibt es das Stadtmarkting? Die Anfänge liegen im Jahr 1992, da entwickelte sich das Marketingprojekt und im Jahr 2005 wurde die Stadtmarkting offiziell gegründet. Welchen Beruf hat Sonja Goschy vorher gemacht? Sie war Lektorin und hat Bücher Korrektur gelesen. Sie ist seit 2008 beim Stadtmarkting. Ihre Familie stammt aus dem Banat. Im Alter von eineinhalb Jahren ist sie nach Waldkraiburg gekommen. "Eine typische Waldkraiburger Geschichte", lacht Goschy.

Die zwölfjährige Vroni möchte wissen, ob es besser ist, dass das Stadtmarkting jetzt im Rathaus untergebracht ist? "Es gibt Vor- und Nachteile. Manche Leute haben Scheu, ins Rathaus zu gehen, weil es eine Behörde ist", erklärt die Geschäftsführerin. Dafür haben sie und ihre Mitarbeiterinnen hier engeren Kontakt zur Stadtverwaltung.

Die Aufgaben des Stadtmarketings sind sehr vielseitig und doch mit einem Satz erklärt: "Waldkraiburg soll bekannter werden". Die neue Geschäftsführerin Sonja Goschy (links vorne) zeigt den Ferienreportern, was dazu nötig ist.

Maria-Theres (12) fragt nach Sonja Goschys Privatleben. Sie ist Mitbegründerin der neuen VfL-Sparte Beyerlant. "Warum haben Sie sich für den mittelalterlichen Kampfsportverein entschieden?" Sie berichtet, das sie das Mittelalter schon im Jugendalter interessiert habe und sie sich damals ein Schwert gekauft hatte. Zusammen mit ihrem Freund, der schon Erfahrungen von den "Burghauser Mittelalterfreunden" hatte, gründete sie einen ähnlichen Verein in Waldkraiburg.

"Wie schaffen Sie es, bei Ihrem stressigen Job bei diesem Verein mitzuarbeiten?" Gerade bei einem stressigen Job brauche sie immer wieder Erholung und gerade das Bogenschießen ist für sie sehr entspannend.

Thomas (12) frägt: "Wer erfindet die Werbegeschenke?"

Goschy erklärt, dass sie die "Merchandising"-Artikel aus einem Katalog auswählt. Sie achtet darauf, dass die Produkte zu Waldkraiburg passen, wie etwa der kleine Holzkreisel. Da überlegt man sich den passenden Slogan, wie "Bei uns geht's rund".

Natalie (12): Mit wem muss sich das Stadtmarketing absprechen? Goschy sagt, mit der Stadt, den Wirtschaftsverbänden und den städtischen Gesellschaften.

Ronald (13): Warum haben Sie Germanistik studiert und nicht BWL oder Marketing? "Ich hatte eigentlich nicht vor, zum Stadtmarketing zu gehen, Germanistik gefiel mir. Ich wollte Pressearbeit machen und so bin ich hier gelandet. Ob mir der Beruf Spaß macht? Ja, weil er sehr abwechslungsreich ist und mir nie langweilig wird."

Robert (11): Welche Firmen besuchen Sie und welche Politiker sind dabei? "Einmal im Jahr versuchen wir die ganz großen Firmen zu besuchen, z.B. die TPE oder Dickow. Und immer mit dem Bürgermeister. So bleibt man in engem Kontakt mit den Unternehmen und erfährt etwa Probleme." Sie erklärt aber auch, dass sie als Stadtmarketing politisch neutral sein müssen.

Robert hat die Anregung, die Spielplätze mit Schaukelpferden in Form der Waldkraiburger Ws zu gestalten. Die TPE könnte den Gummi liefern. Goschy gefiel die Idee. Sie will es dem Bauhof vorschlagen und schauen, was das Ganze kostet. Robert will außerdem wissen, was das "GmbH" als Anhängsel bedeutet und bekommt erklärt, dass es eine Gesellschaftsform in der freien Wirtschaft ist. Die Regeln sind nicht so streng und man haftet mit viel weniger Geld.

kla/hsc/Mühldorfer Anzeiger

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