Waldkraiburgs Zamperl-Hitparade

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Eine richtige Sportskanone ist "Hank vom Weinbergblick". Der Deutsche Schäferhund räumt regelmäßig bei Wettkämpfen mit seinem Besitzer Helmut Huber ab. In der Top Ten der beliebtesten Hunderassen in Waldkraiburg belegt der Deutsche Schäferhund Platz zwei.

Waldkraiburg - Während die Zahl der "menschlichen" Einwohner rückläufig ist, ist die Anzahl der gemeldeten Hunde ein wenig gestiegen. Die beliebtesten Hunde Waldkraiburgs:

"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos" war das Motto des verstorbenen Loriots. Das werden die Liebhaner der drolligen Hunderasse sofort unterschreiben. Wer auf den Hund gekommen ist, weiß, dieses Zitat lässt sich auf jede Hunderasse ummünzen. In Waldkraiburg leben 882 Zamperl mit ihren Besitzern. Die Top Ten der beliebtesten Rassen führt der Yorkshire-Terrier an, gefolgt vom Deutschen Schäferhund und Jack-Russell-Terrier.

Westhighland-Terrier "Timmy" bekommt demnächst seinen Sommerhaarschnitt, kündigt Besitzerin Heidrun Krause an. "Westies" rangieren auf Platz sieben.

Während die Zahl der "menschlichen" Einwohner Waldkraiburgs rückläufig ist, ist die Anzahl der gemeldeten Zamperl ein wenig gestiegen. Derzeit sind bei der Stadt 882 Hunde registriert - 2002 waren es am Jahresende 860 Hunde. "Die meisten Hunde sind als Mischlinge aller Art gemeldet, das sind allein 324 Hunde", weiß Steffi Backes vom Stadtmarketing zu berichten.

Das kleine Zamperl führt die Liste der beliebtesten Hunde in Waldkraiburg an. 67 Yorkshire-Terrier leben in der Stadt.

Sie hat anhand der Hundestatistik der Stadtkämmerei - sie wird aus rein steuerlichen Gründen geführt - eine Top Ten der Rassehunde zusammengestellt. Auf Platz eins sitzt der Yorkshire-Terrier mit 67 Exemplaren, gefolgt vom Deutschen Schäferhund mit 40 Vertretern und dem Jack-Russell-Terrier mit 37 Kollegen. Der Golden Retriever (Platz vier) ist 32-mal dabei, dann kommen 23 Labrador-Mischlinge und 21 Dackel. West-Highland-Terrier wurden 20 gezählt (Platz sieben), es gibt 18 Labradore, 18 Schäfer-Mischlinge und 18 Terrier-Mischlinge.

Die knuffigen Möpse, die oft kurzatmig sind, sind immer mehr im Kommen. Neun Exemplare und einen Mischling gibt es in Waldkraiburgs Hundestatistik.

Natürlich gibt es auch Liebhaber seltener Hunderassen - ihre Lieblinge tauchen jeweils einmal in der Statistik auf. Hier ein Auszug: Mittelasiatischer Hirtenhund, Manchester Terrier, Jura Laufhund, Pyrenäenberghund, Puli, Old Englisch Bulldog, Wolfsspitz, Shorty Bulldog, Whippet, Wäller, Japan Chin, Samojede, Saluki, Serbische Bracke und Schweizer Sennenhund.

"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos", sagte schon Loriot. Mops "Brownie" sieht das genauso - Frauchen Yvett Borkova übgrigens auch.

Kampfhunde sind derzeit nicht bei der Stadt gemeldet. So manches Herrchen hält sich einen Zweithund, der auch angemeldet werden muss. Damit keiner durchs Raster rutscht, setzte die Stadtverwaltung 2008 auf eine periodische Hundeerfassung durch eine Dienstleistungsfirma. Stichprobenartige Überprüfungen, ob die Vierbeiner "nicht illegal" sind, macht die Verwaltung heute selbst.

Bisher verzichtet die Stadt darauf bei Verweigerern Bußgeldbescheide zu erlassen, heißt es seitens des Stadtmarketings. Auch gibt es im Moment keine Befreiungen von der Hundeteuer, weil das Einkommen zu gering ist, jedoch einzelne Befreiungen wegen Schwerbehinderung.

Ein Puli - nur einen Vertreter der seltenen Hunderasse gibt es hier.

Wer einen Hund hält, spült auch Geld ins Stadtsäckel: 2011 wurden etwa 94.500 Euro an Hundesteuer eingenommen; für 2012 liegt der Ansatz bei rund 90.000 Euro. 2010 waren es rund 49.300 Euro - danach wurde die Hundesteuer erhöht. Die Stadt drehte an der Steuerschraube. Statt 50 Euro fielen dann 100 Euro im Jahr an. Entsprechend stieg auch der ermäßigte Steuersatz für Hunde mit speziellen Funktionen (zum Beispiel Wachhunde in Einöden) von 25 auf 50 Euro. Dieser Betrag lieg im Rahmen der von bayerischen Gemeinden angewandten Steuersätze, die bis 132 Euro pro Hund reichen. Bürgermeister Siegfried Klika begründete diese Erhöhung im Finanzausschuss Mitte des Jahres 2010 nicht alleine mit der Haushaltssituation. Die Kosten, die Hunde, beziehungsweise deren Hinterlassenschaften der Stadt verursachen, seien erheblich.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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