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Volksfest Waldkraiburg

Warum die Riesenschaukel„The King“ nicht aufs Waldkraiburger Volksfest kommt

Hätte das Highlight auf dem Festplatz werden sollen: Die Riesenschaukel „The King“ der Familie Zinnecker war schon früher in Waldkraiburg. Heuer trotz Zusage nicht.
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Hätte das Highlight auf dem Festplatz werden sollen: Die Riesenschaukel „The King“ der Familie Zinnecker war schon früher in Waldkraiburg. Heuer trotz Zusage nicht.

Es ist ein herber Schlag: Die Schaustellerfamilie Zinnecker bringt ihre Riesenschaukel „The King“ nicht aufs Waldkraiburger Volksfest. Das sind die Gründe und was stattdessen kommen soll.

Waldkraiburg – Das Waldkraiburger Volksfest nimmt auf dem Festplatz bereits klare Konturen an. Das Gerüst für das Festzelt steht, auch die ersten Schausteller haben schon ihr Quartier aufgeschlagen. Doch an einer Stelle muss die Stadt äußerst kurzfristig umplanen.

Sehr kurzfristig abgesagt

Kurz vor Beginn des Volksfestes ist klar: Auf einen Höhepunkt auf dem Festplatz müssen die Besucher verzichten.

Nach zwei Jahren Corona-Pause drehen sich heuer endlich wieder die Karussells auf den Volksfesten. Doch eines davon wird heuer auf dem Waldkraiburger Volksfest gar nicht erst aufgebaut. „The King“ hätte einer der Höhepunkt im Vergnügungspark werden sollen, die Schaustellerfamilie Zinnecker hat nun überraschend abgesagt. Für die Stadt ein Ärgernis, für die Schaustellerfamilie eine Folge der Corona-Pandemie.

Kurzfristig für Ersatz sorgen

„Es ist ärgerlich, dass so kurz vorher die Absage kommt. Trotz eines Vertrags und einer Anzahlung“, sagt Bürgermeister Robert Pötzsch.

Es gab Verträge und eine Vorauszahlung

Als Veranstalter verlasse man sich natürlich auf eine Zusage. Absagen wegen Krankheit oder fehlendem Personal habe es in der Vergangenheit immer wieder mal gegeben, aber so weit im Voraus, dass die Stadt ausreichend Zeit für neue Planungen hatte. So knapp war es zum ersten Mal.

Nur zwei Wochen vor Beginn des Volksfestes musste die Stadt die Riesenschaukel aus dem Programm nehmen und für Ersatz sorgen. Keine leichte Sache. „Aufgrund der Kurzfristigkeit und der erschwerten Situation am Schausteller-Markt ist es schwierig, eine Alternative zu finden. Sehr viele Volksfeste kämpfen aktuell mit denselben Problemen“, sagt Moritz Althammer, der heuer die Organisation des Volksfestes übernommen hat.

Platz soll nicht leer bleiben

Der Platz soll aber nicht leer bleiben. „Wir werden ihn füllen, wenn auch nicht so spektakulär wie mit „The King“, sagt Pötzsch. Außerdem gebe es noch andere Attraktionen im Vergnügungspark.

Pötzsch weiß um die schwierige Situation, Personal zu finden, bei gleichzeitig explodierenden Kosten, dennoch ist die Absage für ihn unverständlich.

„Hoffentlich normalisiert sich die Situation bald wieder.“ In der Vergangenheit habe es stets ein gutes Miteinander gegeben mit allen Schaustellern und den Wirten.

Logistische Schwierigkeiten

Die Schausteller-Familie um Claudia Zinnecker bedauert es, nicht nach Waldkraiburg kommen zu können. Hat dafür aber einen Grund. „Die Logistik passt nicht, es ist zeitlich nicht zu schaffen“, sagt Sohn Manuel Zinnecker. Während der Corona-Pause hatten sich viele Mitarbeiter nach Job-Alternativen gesucht und fehlen damit beim Neustart.

Die ganze Branche hat unter er Pandemie gelitten

Die ganze Branche habe wie der Gastrobereich unter der Pandemie gelitten, jetzt sei es schwierig, wieder Mitarbeiter zu finden. „Der Daumen ging erst im März hoch, dass wieder Volksfeste stattfinden können.“ Wenig Zeit, um neue Kräfte in die Technik des „King“ einzuarbeiten. Viele Leute seien weiter verunsichert, ob Volksfeste stattfinden können. Zwischenzeitlich hätten Mitarbeiter wieder gekündigt, die nächsten mussten eingearbeitet werden.

Aufbauzeit zu kurz

Mit einem eingearbeiteten Team dauert es drei Tage, um das Fahrgeschäft aufzubauen. Mit einer weniger versierten Crew sei das nicht zu schaffen. Das hat Konsequenzen. „Wir müssen Zwischenstationen ausfallen lassen, weil die Zeit zu kurz ist.“ Weniger Stationen bei weiter laufenden Kosten.

Nicht unter einen Hut zu bringen

Frühestens am Dienstag hätte die Familie mit dem Fahrgeschäft in Waldkraiburg anreisen können. Nur wenige Tage nach Ende des Waldkraiburger Volksfests haben die Zinnneckers aber auch in Coburg zugesagt. „Es ist nicht unter einen Hut zu bringen. Für uns ist es schade. Unsere Familie ist schon jahrelang auf dem Waldkraiburger Volksfest und wir sind auch immer gerne dabei“, bedauert Manuel Zinnecker.

Stadt behält sich Schritte offen

Trotz der Absage richtet Bürgermeister Pötzsch den Blick jetzt nach vorne, auf den 8. Juli, wenn das Volksfest nach zwei Jahren wieder starten kann. Wie die Stadt mit der kurzfristig Absage umgehen will, das soll erst nach dem Volksfest geklärt werden.

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