Pötzsch: "Es steht und fällt mit dem Festzelt"

Diese Verbesserungen werden für das Volksfest gefordert

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So voll wie am Abschluss-Abend war es leider nicht immer in der Alpenland-Festhalle.
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Waldkraiburg - In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ging es auch um die Frage, was beim Volksfest im kommenden Jahr besser gemacht werden kann. Kritik und Anregungen wurden zahlreich vorgetragen. 

"Ich bin sehr zufrieden, es war wieder ein sehr friedliches und schönes Volksfest", hatte Volksfestorganisator Norbert Meindl am letzten Tag des Volksfest Fazit gezogen, "Von der Organisation her ist alles gut gelaufen." Auch in diesem Jahr habe es wieder zahlreiche Besucher aus Waldkraiburg und Umgebung gegeben, die viel Spaß gehabt hätten. Auch Bürgermeister Robert Pötzsch hatte sich zufrieden gezeigt. "Wenn wir die Verlegung des Volksfests wegen der WM nicht gemacht hätten und Deutschland wäre, wie es das bisher eigentlich immer geschafft hat, weiter gekommen als es ist, wäre das auch schlecht gewesen. Sowas weiß man vorher leider nie", so der Bürgermeister. "Die Verlegung hat auf jeden Fall keinen elementaren Nachteil gebracht", ergänzte Meindl.

Stadtratsfraktionen brachten Kritik und Anregungen ein

Unmittelbar nach dem Abschluss des Volksfests waren die Stadtrats-Fraktionen um ein Feedback gebeten worden. Nun wurden dessen Ergebnisse in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorgestellt: 

  • Vergnügungspark: Lob gab es für das Riesenrad, die gute Abwechslung bei den Schaustellergeschäftenn, deren Aufstellung und Mischung sehr gut sei. Zudem sei der Familientag mit den günstigeren Preisen hervorgehoben. Kritik gab es dagegen daran, dass am Eingang ein billiger Verkaufstand zu finden war.
  • Aktionen: Gelobt wurde der Golf-Cup. Kritik gab es dagegen am Kinderfestzug, dieser sei ein "Faschingsumzug im Sommer". 
  • Weinlaube: Hier gab es nur Lob, für das Engagement und die liebevolle Einrichtung, sowie, dass diese einen Publikumsmagnet darstelle.
  • Almrausch-Stadl: Hier wurde kritisiert, dass es innen, unter anderem die Bars, lieblos eingerichtet sei. Außerdem gäbe es keine Live-Musik und zu wenig Sitzplätze. 
  • Weißbierkarussel: Gelobt wurde, dass es einen Publikumsmagnet darstellt und über einen ausreichend großen Toilettenwagen verfügt. Kritisch angemerkt wurde, dass es meist erst nach 16 Uhr öffnet.
  • Festzelt: Lob gab es für das Kasperltheater am Kindertag und das Essensangebot. Dafür aber auch reichlich Kritik. Es sei zu groß, so dass sich die Besucher darin verlieren würden. Außerdem fehle eine besondere Veranstaltung, wie früher die Miss- und Mister-Wahlen. Weiterhin sei die Einrichtung lieblos und das Preis-/Leistungsverhältnis schlecht und die laute Beschallung störe. Auch die Bedienungen wurden bemängelt. Hier gäbe es viel Verbesserungsbedarf bei den Wartezeiten, der Freundlichkeit und Schnelligkeit. 

Viel Kritik an Festzelt

"Insbesondere der Festwirt, Herr Mörz, war Ende September bei uns. Die Kritikpunkte wurden angesprochen und einige Verbesserungsmöglichkeiten andiskutiert", berichtete Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) und merkte an: "Das Volksfest steht und fällt mit dem Festzelt!" Mörz sei aufgefordert worden, schriftlich Vorschläge zur Verbesserung vorzulegen. "Es gäbe da auch einige Ansätze. Beispielsweise könnte man das Zelt verkleinern, die Bühne für die Bands in die Mitte setzen." Auch sei eine Aufteilung auf zwei Zelte, etwa eines mit bayerischer Blasmusik und ein Partyzelt für die Jugend vorstellbar. 

Seitens der anwesenden Vertreter der Stadtratsfraktionen gab es allerseits Lob für die Arbeit von Norbert Meindl, den Leiter des Ordnungsamtes und Organisator des Volksfestes. Sein Konzept sei auch in diesem Jahr wieder überaus gelungen gewesen. 

"Das Thema mit den Bedienungen kommt jedes Jahr auf", erinnerte CSU-Fraktionssprecher Anton Sterr. Darin pflichteten ihm auch alle anderen Räte in der Runde bei. Im übrigen schloss er sich den genannten Kritikpunkten an. "Am Tag der Jugend war heuer tote Hose, sonst ist das ein Highlight. Wiederum am Tag der Betriebe konnten die Leute sich wegen dem lauten Gedudel nicht gescheit unterhalten!" UWG-Fraktionssprecher Frieder Vielsack schloss sich Sterrs Kritik an. "Außerdem hat das Zelt eher ein Flair von Lagerhalle!", kritisierte er. "Es bringt uns nix, wenn wir ein Volksfest haben, auf dem die Leute nur ins Almrausch-Stadl und das Weißbierkarussel gehen, aber das Festzelt leer steht." 

Engelmann: Miss- und Mister-Wahl brachte Leute ins Zelt

Zweiter Bürgermeister Richard Fischer (SPD) schloss sich der Kritik an."Wir müssen unbedingt prüfen, wie man das Fest wieder mehr beleben kann!" Auch SPD-Fraktionsvorsitzende Susanne Engelmann beklagte, das ein zentrales Ereignis zur Belebung fehlte. "Wir brauchen wieder eine Veranstaltung, die die Leute richtig anzieht! Die Miss- und Mister-Wahl hat immer die Kandidatinnen und Kandidaten mit deren Entourage angezogen, da war das Zelt voll!" Fischer wollte sich dem nicht anschließen. "Die Miss-Wahlen haben mich persönlich nie begeistert. Aber beispielsweise der Boogie-Woogie- und Rock'N'Roll-Wettbewerb hat reichlich Leute in's Zelt gebracht und in diesem Jahr sogar einen Teilnehmerrekord verzeichnet!" 

Engelmann wies außerdem darauf hin, dass die Leere im Festzelt auch mit den üblicherweise hohen Temperaturen in der Volksfest-Zeit zusammenhängen würde. "Wenn's herbstlicher wird, etwa im Veranstaltungszeitraum des Mühldorfer Volksfests, setzen sich die Leute auch wieder mehr in die Zelte!" Anton Ledig (CSU) bemerkte, dass sich im Festzelt über die Jahre auch viel zum Guten entwickelt habe. Beispielsweise die wetterfeste Überdachung des Biergartens oder Verbesserungen bei der Ausstattung. Eva Köhr (CSU) kritisierte, das Fest sei im Vergleich zu anderen "sehr hochpreisig". 

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Volksfest-Infos

Auf dem Festplatz (13.-23.07.2018):

- Wiesneinzug: 13. Juli ab 17.45 Uhr

- O'zapfa: 13. Juli um 18 Uhr in der Alpenland-Festhalle durch Bürgermeister Robert Pötzsch.

- Bierpreis: 8,30 € pro Mass (Graf Toerring)

- Kindertag: 17. Juli, ab 14.30 Uhr alle Fahrten für Kinder zum halben Preis sowie großes Kinderprogramm in der Alpenland-Festhalle

- Kinderfestzug: 19. Juli ab 14.30 Uhr, vom Rathausvorplatz zum Volksfest

- Musikfeuerwerk: 23. Juli ab ca. 22.30 Uhr

Rundgang und Feuerwerk am finalen Montag

Rundgang und Feuerwerk am finalen Montag

Rundgang am finalen Montag

Rundgang am finalen Montag

Alpenlandfesthalle am finalen Montag

Alpenlandfesthalle am finalen Montag

Bilder vom Boogie-Woogie-Tanzwettbewerb

Bilder vom Boogie-Woogie-Tanzwettbewerb