Petrus war der Spielverderber

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Wasser macht eben nur Spaß, wenn es nicht von oben kommt, und die Temperaturen stimmen. Die Regenschauer

Stimmung gut, Wetter bescheiden - so lautet das Fazit von Bürgermeister Siegfried Klika, wenn er auf das Volksfest zurückblickt. Diese Meinung teilen die meisten Beteiligten.

Eine rundum positive Bilanz zieht Andreas Münzlochner vom Sternenzelt. Sein Geschäft sei seit mehreren Jahren gleichbleiben gut. "Das Wetter hat dem keinen Abbruch getan, es war immer was los." Am besten besucht war die Hawaiiparty und am Tag der Jugend habe es keine Probleme oder gar Aggressionen gegeben.

Dem kann Polizeichef Georg Marchner nur beipflichten. Selten so ein friedliches Volksfest erlebt hat auch das BRK. Bereitschaftsleiter Alexander Buriam berichtet von nur acht Versorgungen am Tag der Jugend, fast alles kleine Schnittverletzungen durch zerbrochene Gläser, die mit einem Pflaster behandelt waren. Nur einer musste seinen Rausch im Mühldorfer Krankenhaus ausschlafen. In den Jahren davor hätte das BRK ein Vielfaches mehr an Versorgungen gehabt.

"Insgesamt vernehme ich eine positive Stimmung, auch wenn mir die Schausteller leid tun. So schlechtes Wetter hatten wir noch nie", stellt Klika fest. Das wird den meisten Schaustellern auch im Gedächtnis bleiben. Schaustellersprecher Dieter Rilke spricht vom ersten Freitag als Sintflutfestival. "Das Wetter hat nicht mitgespielt, damit muss man als Schausteller leben", sagt Rilke nüchtern.

Dennoch sollen etliche zufrieden sein. Aber: "Wir hatten schon bessere Einnahmen in Waldkraiburg." Die Leute seien auf ihn zugekommen und hätten mitleidig gesagt: Heuer habt ihr aber Pech gehabt. Ganz so negativ will es Rilke nicht sehen, schließlich seien auch sehr gute Tage dabei gewesen, wie etwa der Kindertag. Ein bisschen Schnürlregen würde den Besuchern nichts ausmachen, aber wenn es schauert, bleiben sie weg.


Gesamtkonzept hat gestimmt

"Für's Wetter kann halt keiner was", sagt Heidi Bergmann von der Wildwasserbahn. Es gebe immer Hartgesottene, die auch bei schlechtem Wetter mit der Wildwasserbahn fahren. "Bei gutem Wetter hatten wir vollen Zuspruch", so Bergmann.

So ein großes Fahrgeschäft wie die Wildwasserbahn konnte heuer zum ersten Mal in Waldkraiburg aufgestellt werden. Dank Norbert Meindl, wie Heidi und Peter Bergmann betonen. "Er hat sich sehr bemüht und die Erweiterung möglich gemacht." Daher werden sie auch nicht zum letzten Mal Station in Waldkraiburg machen. Hier stimme das Gesamtkonzept und Meindl sei als Ansprechpartner immer präsent, was nicht an allen Orten selbstverständlich sei. Ebenfalls sehr zufrieden mit der Erweiterung des Vergnügungsparks ist Klika. Und mit der Akzeptanz des Volksfestbusses. Für dieses Angebot habe es viel Lob gegeben.

Gut war das schlechte Wetter fürs Festzelt, resümiert Wirt Jochen Mörz. Zwar falle dann der Biergarten weg, aber im Zelt sei ja mehr Platz. Beim Bierabsatz und den verkauften Essen sehe er seit vergangenem Jahr eine Steigerung. Sein Vertrag geht noch über die nächsten beiden Jahre. "Mittlerweile hat sich die Familie Mörz mit Waldkraiburg angefreundet. Wir können gut mit der Stadt und den Bürgern." Die Brauereien melden Unterschiedliches. Andreas Hummel von der Graf-Toerring-Brauerei geht davon aus, dass die Vorjahreszahlen beim Bierabsatz nicht erreicht werden. "Die Energie- und Lebensmittelkosten sind gestiegen, da haben die Leute für Vergnügen nicht mehr so viel Geld", vermutet Hummel. "Bis jetzt leben wir besser, als im Vorjahr", sagt dagegen Hubert Gassner von Klosterbräu Au.


Polizei: Eine der friedlichsten Wiesn

Von einem rundherum gelungenen Volksfest spricht auch Wiesnbürgermeister Norbert Meindl. "Ein bisschen traurig bin ich wegen der Schausteller, man hätte etwas mehr Besucher für sie erwarten können." Die Resonanz auf die Miss- und Mister Aktion sei überwältigend gewesen. Was ihn gewurmt hat? "Petrus, aber mit dem darf man sich ja nicht anlegen." So richtig anlegen musste sich die Polizei heuer mit niemandem. "Das 44. Waldkraiburger Volksfest geht als eines der friedlichsten in die Geschichtsbücher der PI ein", sagt Polizeichef Marchner augenzwinkernd. Insgesamt sind nur vier Körperverletzungsdelikte bekannt, eine größere Schlägerei gab es überhaupt nicht. Eine Person musste den Führerschein abgeben und eine andere durfte ihren Rausch in der Zelle ausschlafen. "Es gab auch keine Beschwerden wegen Ruhestörungen oder Sachbeschädigungen." Er vermutet, dass auch der Wettergott seinen Beitrag zur friedlichen Stimmung leistete.

Quelle: Waldkraiburger Volksfest

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Volksfest-Infos

Auf dem Festplatz (8.-18.07.2016):

- Wiesneinzug: 8. Juli ab 17.45 Uhr

- O'zapfa: 8. Juli um 18 Uhr in der Alpenland-Festhalle durch Bürgermeister Robert Pötzsch.

- Bierpreis: 8,10 € pro Mass (Graf Toerring)

- Kindertag: 12. Juli, ab 14.30 Uhr alle Fahrten für Kinder zum halben Preis sowie großes Kinderprogramm in der Alpenland-Festhalle

- Kinderfestzug: 14. Juli ab 14.30 Uhr, vom Rathausvorplatz zum Volksfest

- Musikfeuerwerk: 18. Juli ab ca. 22.30 Uhr

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