STADTRATSSITZUNGEN GESCHWÄNZT

Waldkraiburger CSU-Stadtrat Wolfgang Nadvornik hat Ordnungsgeld bezahlt

Macht sich weiter rar: CSU-Stadtrat Wolfgang Nad- vornik.
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Macht sich weiter rar: CSU-Stadtrat Wolfgang Nad- vornik.

Wolfgang Nadvornik hat das Ordnungsgeld, das der Stadtrat ihm aufbrummte, weil er unentschuldigt einigen Sitzungen fernblieb, bezahlt. Ansonsten herrscht weiter Funstille. Auch die eigene Fraktion kommt nicht an den CSU-Stadtrat ran.

Waldkraiburg – Nichts Neues in der Causa Nadvornik meldet die CSU-Stadtratsfraktion. Der Stadtrat, der in der öffentlichen Kritik steht, weil er seit Mai nur eine Stadtratssitzung besucht hat, habe sich bislang nicht bei ihm gemeldet, sagt Fraktionsvorsitzender Anton Sterr auf Anfrage unserer Zeitung. Allerdings habe Nadvornik per Whats’App einen Rückruf angekündigt. Auch sein Stellvertreter Karl Heinz Stocker hatte nach eigenen Aussagen seit einem Telefonat im November keinen Kontakt mehr mit dem ehemaligen CSU-Bürgermeisterkandidaten.


Hier nachlesen:

Causa Nadvornik: Attest nicht vorgelegt - Ordnungsgeld wird fällig


Beim überwiegenden Teil der Sitzungen, in denen er nicht anwesend war, hatte er sich mit beruflichen Gründen entschuldigt. Das lässt die Gemeindeordnung zu.

Zwei Ausschusssitzungen und einer Stadtratssitzung war Nadvornik laut Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) aber ohne hinreichende Entschuldigung ferngeblieben. Weil er damit gegen die Gemeindeordnung verstoßen habe, verhängte der Stadtrat in seiner Dezember-Sitzung einstimmig ein Ordnungsgeld in Höhe von 50 Euro gegen Nadvornik.

Keine Bestätigung für Corona-Quarantäne

„Das Ordnungsgeld hat er bezahlt“, sagt der Bürgermeister. Eine Bestätigung dafür, dass er die erste Dezembersitzung versäumt hatte, weil er in Corona-Quarantäne gesessen sei, habe Nadvornik entgegen seiner Ankündigung aber bis heute nicht vorgelegt. Es habe weiter auch keinen Kontakt gegeben. Einige Stadträte hatten den Kollegen in dieser Sitzung sogar zum Rücktritt aufgefordert.

Auch im Januar ist Nadvornik beruflich verhindert

Die Funkstille zwischen Nadvornik und seiner Fraktion ist Karl Heinz Stocker, CSU-Ortsvorsitzender und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, nach wie vor ein Rätsel. Im November habe Nadvornik ihm am Telefon noch angekündigt, die nächsten Sitzungen wahrnehmen zu wollen. Auch für die nächste Fraktionssitzung Ende Januar habe dieser eine Einladung bekommen. Allerdings hat sich der Sportmoderator für diese Zeit bereits im Rathaus entschuldigt.

Vom 15. Januar bis zum 1. Februar sei er bei den Australian Open in Melbourne. Das hatte der Bürgermeister schon in der Dezembersitzung bekannt gegeben. An der Sondersitzung des Stadtrates am 26. Januar wird Nadvornik also erneut nicht teilnehmen können, diesmal aber aus Gründen, die die Gemeindeordnung akzeptiert.

CSU diskutiert über weiteres Vorgehen

So oder so: Sterr und Stocker kündigen an, in der Fraktionssitzung das weitere Vorgehen in der Angelegenheit zu besprechen. „Die Möglichkeiten, die die Gemeindeordnung vorsieht, sind begrenzt“, wissen die Vertreter der Fraktion.

Für eine Stellungnahme zu seiner Zukunft im Stadtrat war der Sportmoderator nicht zu erreichen.

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