5,3 Millionen Euro verbaut

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Freie Fahrt für den Verkehr: Hier wird das Band an der neuen St 2091 durchgeschnitten. Unser Bild zeigt (von links) Claus-Peter Olk vom Straßenbauamt, Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer, Landrat Georg Huber, Staatsminister Dr. Marcel Huber, Bürgermeister Siegfried Klika, evangelische Pfarrerin Susanne Vogt und Pfarrer Martin Garmaier.

Waldkraiburg/Ampfing - Die Staatsstraße 2091 ist freigegeben. Nach einem halben Jahr Bauzeit kann der Verkehr zwischen Waldkraiburg und Ampfing wieder fließen.

Der Weg nach Ampfing und umgekehrt nach Waldkraiburg ist wieder frei, denn am Mittwoch wurden die Staatsstraße 2091 und der Radweg nach einem halben Jahr Bauzeit offiziell für den Verkehr freigegeben. Die Trasse blieb fast die alte, der Straßenkörper wurde komplett erneuert und verbreitert.

Rund 5,3 Millionen Euro hat die Straße gekostet, darunter 600000 Euro für den Grundstückserwerb, sagte Staatsminister Marcel Huber bei der Einweihung am Mittwoch. Als Ampfinger ließ es sich der Minister nicht nehmen, bei so einem wichtigen Ereignis dabei zu sein. "Endlich is' soweit", sagte er in seinem Grußwort. Der Straßenausbau kam in den vordringlichen Bedarf, weil sie als Zubringer zur A 94 fristgerecht mit dem Teilstück der Autobahn Ampfing/Heldenstein - die Einweihung ist Anfang Dezember - fertig werden musste. Dieses Argument habe gestochen, so Huber.

Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer dankte dem Freistaat dafür, dass er die Gelder zur Verfügung gestellt hat - er trägt fast alle Kosten aus Mitteln für den Um- und Ausbau von Staatsstraßen.

Der Landkreis Mühldorf ist als Baulastträger der Kreisstraßen gesetzlich verpflichtet, sich mit rund 150000 Euro an den Kosten des neuen Kreisverkehrs an der Daimlerstraße zu beteiligen, teilt das Straßenbauamt Rosenheim auf Anfrage mit (siehe auch blauen Kasten). Der Landkreis wird hierfür voraussichtlich Fördergelder vom Freistaat Bayern erhalten, so Frank Ruckdäschel vom Straßenbauamt.

Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer sagte, die neue Straße sei eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Auf Höhe des Gasthauses Reit steht eine Ampel - weil hier eine Bushaltestelle für Schulkinder ist und denen will man Sicherheit gewährleisten, schließlich handle es sich bei der St 2091 um eine stark befahrene Straße.

Bürgermeister Siegfried Klika sprach von einer "Hauptschlagader der Region". Er dankte allen Menschen, die die Umleitungen ertragen mussten.

Landrat Georg Huber lobte die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Ampfing und Waldkraiburg. "Das stärkt Landkreis und Gemeinden." Er regte für die Zukunft an, eventuell ein gemeinsames Gewerbegebiet an den Gemeindegrenzen entstehen zu lassen, damit die Mitte des Landkreises wirtschaftlich weiter voran kommt. Zu den Vertretern des Straßenbauamtes sagte er, es gäbe noch etliche Staatsstraßen, die hergerichtet gehörten - etwa die St 2352 nach Mühldorf. Die dürfe man nicht vergessen.

Den kirchlichen Segen sprachen Pfarrer Martin Garmaier, sein evangelischer Kollege Christian Peiser und für Ampfing die evangelische Pfarrerin Susanne Vogt sowie der katholische Gemeindereferent Robert Anzinger. "Diese Straße schafft eine Verbindung zwischen den Menschen, sie kommen zueinander", so Pfarrer Garmaier. Er hoffe, hier keinen Einsatz zu haben, denn wenn ihn die Feuerwehr rufe, gehe es nicht mehr um einen Blechschaden.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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