Raum für den Abschied für immer

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Waldkraiburg - Der Spatenstich für den neuen Abschiedsraum auf dem Waldfriedhof erfolgte gestern. 120.000 Euro soll die Maßnahme kosten, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2013 geplant.

Ein langgehegter Wunsch geht für die Waldkraiburger in Erfüllung, sagte Bürgermeister Siegfried Klika beim Spatenstich für den neuen Abschiedsraum am Waldfriedhof. Der kleine Bau wird durch eine Glas- und Stahlkonstruktion mit der bestehenden Aussegnungshalle verbunden, erklärte Thomas Hirn von der Stadtbau. Der Baukörper wird zehn Meter lang und fünf Meter breit.

Wegen des angespannten Haushaltes konnte der Bau nicht eher realisiert werden, so der Bürgermeister, der die Maßnahme auf rund 120000 Euro bezifferte. Rodungsarbeiten haben bereits begonnen, vor dem Wintereinbruch soll noch die Bodenplatte gesetzt werden.

Architekt Wolf-Jürgen Elger, der die Aussegnungshalle in den Siebzigern plante, hatte den Wunsch, der Neubau möge stilistisch zum "schönen Altbau" passen.

Der neue kleinere Abschiedsraum wird als Anbau an die bestehende Leichenhalle realisiert und erhält eigene Eingänge.

Nach sehr vielen Vorgesprächen und Modifizierungen mit Elger, Thomas Hirn und der Künstlerin Irmgard Seidel, die die Innengestaltung übernimmt, habe sich ein durchführbarer Plan entwickelt, der den Kirchen, den Bestattern und auch etwa den Steinmetzbetrieben vorgestellt wurde, erzählt Norbert Meindl vom Ordnungsamt. Ein kleines Opfer müsse die Firma Reisegast bringen, denn der Aufenthaltsraum für die Träger werde nun kleiner. "Hier wird für diese Gegend etwas Einzigartiges geschaffen", lautet Meindls Meinung.

Im Trauerfall kann der Abschiedsraum von den Angehörigen genutzt werden, sie müssten nicht mehr auf den Gängen herumstehen, wie es Klika formulierte. Die Trauerarbeit wird durch das Abschiednehmen erleichtert, daher sei der Raum ein lange bestehender Wunsch und ein würdiger Ort dafür.

Durch eine Trennwand entstehen zwei Räume. Meindl nannte die zusätzliche Synergie, den Neubau auch für kleinere Trauerfeiern zu nutzen, die sich in der großen Aussegnungshalle verlieren würden. Er sei froh, dass die Stadt dafür ein bisschen Geld in die Hand nehme.

Unterstützung gibt es auch vom Anna-Hospizverein. Klika berichtete, deren Vorsitzender Hans Dworzak werde an der Spendenkurbel drehen.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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