Sanierung hilft, Energie zu sparen

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Derzeit wird der Stadtbau-Wohnblock in der Franz-Schubert-Straße gerade eingerüstet, damit die Modernisierungsarbeiten möglichst bald beginnen können.

Waldkraiburg - Wenn alles gut geht, dann ist Waldkraiburg Süd in vier Jahren komplett saniert. Zumindest alle Gebäude der Stadtbau. 25 Millionen Euro wird die städtische GmbH dann verbaut haben.

Waldkraiburg - Für die Stadtbau sind die warmen Temperaturen ein Segen. So konnten die Gerüstbauer bereits beginnen, den Wohnblock Nummer 40 in der Franz-Schubert-Straße einzurüsten. Bis zum Ende dieses Jahres soll die Modernisierung des Gebäudes abgeschlossen sein, denn im kommenden Jahr wartet bereits der nächste Wohnblock. Rund 3,1 Millionen Euro wird die Sanierung kosten. 79.000 Kilogramm CO2 werden dann Jahr für Jahr eingespart. Das entspricht den Emissionen von 19 Einfamilienhäusern oder einem Heizölverbrauch von 28.200 Litern. Zudem werden dann 282.000 Kilowattstunden Strom weniger verbraucht.

Der Wohnblock mit 38 Wohnungen wurde 1972 gebaut und entspricht technisch nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit. Deshalb wird jetzt eine Reihe von Modernisierungsmaßnahmen in Angriff genommen. So wird die asbesthaltige Fassadenverkleidung fachgerecht entsorgt. Anschließend wird eine zeitgemäße Fassadendämmung aufgebracht. Das Gleiche gilt im Balkonbereich. Dort wird gleichzeitig versucht, sämtliche Wärmebrücken zu verhindern. "Wir packen das Haus praktisch ganz neu ein", beschreibt es Michael Kebinger von der Stadtbau. Wo es notwendig ist, werden die Fenster und Loggia-Elemente ausgetauscht. Ein Teil ist bereits vor einigen Jahren ausgetauscht worden, so dass dort kein Handlungsbedarf besteht. Zudem werden die Kellerdecke sowie die oberste Decke wärmegedämmt. Außerdem entsteht mit Hilfe einer Rampe ein barrierefreier Gebäudezugang und auch im Innenbereich achtet die Stadtbau darauf, dass beispielsweise Bäder, Toiletten oder der Eingangsbereich barrierefrei sind. "Die Barrierefreiheit ist ein Thema, das uns immer mehr beschäftigt und dem wir Rechnung tragen wollen", so Hermann Karosser, Geschäftsführer der Stadtbau.

Im Inneren passiert aber noch einiges mehr: So werden die Installationen für Heizung, Wasser, Strom, Sanitär und Telekommunikation verbessert. Alle Wohnungen bekommen neue Bodenbeläge, neue Türen, neue Bäder und werden natürlich auch neu gestrichen. Zudem wird eine Lüftungsanlage eingebaut, so dass die Be- und Entlüftung der einzelnen Wohnungen gewährleistet ist. Aber auch die Treppenhäuser werden saniert und der Aufzug auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Hier ist auch eine Reihe von Brandschutzmaßnahmen fällig, da dieser derzeit Mängel aufweist.

Sogar auf die Fledermäuse, die in diesem Wohnblock bevorzugt nisten, wird Rücksicht genommen. So werden in die neue Fassade eine Art Nistkästen eingebaut, damit die Fledermäuse auch nach der Modernisierung ungestört ihre Kreise ziehen können.

Die Modernisierung wird durchgeführt, obwohl nach wie vor Mieter in dem Gebäude wohnen. Daran wird sich auch während der gesamten Bauphase nichts ändern. Man habe das Haus in drei Stränge eingeteilt. Alle übereinander liegenden Wohnungen sind jeweils mieterfrei, so dass dort gearbeitet werden kann, ohne dass die Lärmbelästigung zu stark ist. Die dortigen Mieter sind in anderen Gebäuden der Stadtbau untergekommen. Wenn ein Strang fertig ist, dann wird der nächste geräumt und modernisiert. Bis Oktober, ist Stadtbau-Chef Karosser zuversichtlich, ist die gesamte Modernisierung abgeschlossen. Im Frühjahr 2012 kommen dann noch die Außenanlagen dran und dann ist der ganze Wohnblock wieder auf dem aktuellen Stand der Technik. Dann wird auch ein Müll- und Fahrradschuppen entstanden sein, wo die Mülltonnen ihren Platz finden und Fahrräder abgestellt werden können. "Dann müssen die Drahtesel nicht mehr in die Keller geschleppt werden", so Michael Kebinger.

Für die Mitarbeiter der Stadtbau bedeutet das, dass sie dann einen Wohnblock weiter wandern und dort mit den Modernisierungsarbeiten beginnen werden. Sie sind bei den Arbeiten nämlich auch tätig. Das Ablösen der alten Farb- und Tapetenschichten übernehmen die Stadtbau-Maler. So kann die Stadtbau Kosten sparen.

Schließlich sollen alle vier Wohnblocks der Stadtbau in Waldkraiburg-Süd in vier Jahren in neuem Glanz erstrahlen.

hsc/Waldkraiburger Nachrichten

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