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Neue Probleme beim Schaffen von Wohnraum

Zu viel Verkehr durch Nachverdichtung? Bebauungsplanänderung in Waldkraiburg wirft Fragen auf

In einem Teilgebiet zwischen Graslitzer Grundschule und Birkenstraße wechseln sich ein- und zweigeschossige Gebäude ab. Jetzt soll der Bebauungsplan geändert werden.
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In einem Teilgebiet zwischen Graslitzer Grundschule und Birkenstraße wechseln sich ein- und zweigeschossige Gebäude ab. Jetzt soll der Bebauungsplan geändert werden.

Die Nachfrage nach Wohnraum ist groß. Wo zusätzliche Flächen knapp sind, wie in Waldkraiburg, lässt sich dieses Problem mit einer Nachverdichtung lösen. Doch so sehr sie auch Flächen schont, sie zieht auch andere Probleme nach sich. Der Stadtentwicklungsausschuss diskutierte darüber jüngst in seiner Sitzung am Beispiel des Baugebiets zwischen der Graslitzer Grundschule und der Birkenstraße.

Waldkraiburg – Die Nachfrage nach Wohnraum ist groß. Wo zusätzliche Flächen knapp sind, wie in Waldkraiburg, lässt sich dieses Problem mit einer Nachverdichtung lösen. Doch so sehr sie auch Flächen schont, sie zieht auch andere Probleme nach sich. Der Stadtentwicklungsausschuss diskutierte darüber jüngst in seiner Sitzung am Beispiel des Baugebiets zwischen der Graslitzer Grundschule und der Birkenstraße.

Das Gebiet ist längst bebaut, zuletzt wurde dort in einem Teilbereich 1997 der Bebauungsplan geändert, um mittels erlaubten Sattel- und Pultdächern mehr Wohnraum zu ermöglichen. Denn neben den zweigeschossigen Gebäuden gibt es auch eingeschossige mit entsprechend wenig Wohnraum. Deren Eigentümer könnten sich mit einer Änderung des Bebauungsplans neue Möglichkeiten ergeben.

Mehr Wohnraum bedeutet mehr Autos

Denn für das Teilgebiet sollten statt der erlaubten Flachdächer auch Pult- oder Satteldächer zulässig sein. „Man sollte das Quartier in einem größeren Maßstab betrachten“, erklärte Bauamtsleiter Carsten Schwunck. Demnach sollte man ein einheitliches Bild forcieren und das Nachverdichtungspotenzial ausschöpfen.

Doch so sehr Nachverdichtung auch gewünscht ist, Karin Bressel hat damit „Bauschmerzen“. Denn: „Wohin mit den Autos, wenn mehr Wohnraum entsteht? Das bringt dort den verkehrstechnischen Kollaps.“ Wo solle Platz fürs Parken entstehen? Carsten Schwunck und Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) räumten diesen möglichen Problemen zu Beginn des Verfahrens weniger Platz ein. „Das wird im Verfahren geprüft und festgelegt. Nacheinander werden die Fragen abgearbeitet“, erklärte Schwunck.

Auch Ulli Maier (UWG) sah das entspannter: „Mit unserer künftigen Stellplatzsatzung wird geregelt, wie viel Stellplatz pro Wohnraum benötigt wird.“ Mehr Wohnraum bedeute demnach auch, dass sich der Schlüssel erhöhe. „Wenn die Anzahl nicht erfüllt wird, fällt es eben raus“, meinte er ganz pragmatisch.

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Das Beispiel der Birkenstraße verdeutlichte für Verkehrsreferent Harald Jungbauer (CSU), dass die Stellplatzsatzung schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden müsse. Außerdem wies er darauf hin, dass bei einer Verkehrsschau die Feuerwehr-Zufahrten geprüft werden sollten.

Der erste Bebauungsplan für die Birkenstraße stammt aus dem Jahr 1987. „Die Ergänzungen im Bebauungsplan würden klar regeln, welche Flächen bebaut werden dürfen. Es sollen die Bedürfnisse an die heutige Wohnqualität angepasst werden“, erklärt Schwunck. Die Räumlichkeiten aufzumachen – das sei Ziel des Verfahrens. Alle Faktoren würden auch weiterhin gelten, man würde sie überprüfen nach heutigen Standards.

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Doch auch für Charlotte Konrad (CSU) war die Frage nach Stellplätzen eine drängende Frage. „Wo sollen die entstehen, wenn die Häuser aufgestockt werden?“ Eine Antwort darauf liefere das Verfahren, wie es Bürgermeister Pötzsch erklärte. Nach Meinung von Anton Sterr (CSU) soll der bislang gültige Bebauungsplan belassen werden und im Detail genauer überprüft werden.

Grundlegend für eine Entscheidung waren für Wolfgang Hintereder die konkreten Änderungsvorschläge. Über die sollte man gemeinsam entscheiden, schlug er vor.

Sparsamer Umgang mit Grund und Boden

Für den Geltungsbereich soll eine Bebauungsplanänderung ermöglicht werden. Dafür stimmte der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig. Dort will die Stadt im Rahmen der Innenentwicklung und des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden eine moderat dichtere Bebauung im Rahmen ermöglich. Eine Möglichkeit, um in der Stadt der stark wachsenden Nachfrage nach innerstädtischen Wohnraum gerecht zu werden. (red)

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