Am Amtsgericht München verurteilt

Waldkraiburgerin erpresst und nötigt Vertreter der Justiz

Waldkraiburg/München - Als eine 54-Jährige wegen mehrerer Hundert Euro Schulden von einer Gerichtsvollzieherin aufgesucht wurde, reagierte sie auf eher ungewöhnliche Weise. Das hat nun Konsequenzen für sie.

Eine 54-jährige Waldkraiburgerin - die bis dato nicht als Reichsbürgerin aufgefallen war - ist jüngst vom Amtsgericht München zu einer Geldstrafe in Höhe von 170 Tagessätzen zu zehn Euro verurteilt worden, da sie versucht hat, eine Gerichtsvollzieherin und Vertreter der Justiz zu erpressen und zu nötigen.

Die Frau ist aufgefallen, weil sie Gebühren in Höhe von 370,99 Euro an den Bayerischen Rundfunk und weitere Beträge schuldig geblieben war und daraufhin seit April 2015 mehrfach von einer Gerichtsvollzieherin aufgesucht worden war.

Daraufhin sandte die Verurteilte einen Brief an das Büro der Gerichtsvollzieherin, worin sie forderte, ihr innerhalb einer Frist von 72 Stunden zuzüglich zwei Tagen Postlaufzeit in notariell beglaubigter Form und unter Eid unter anderem einen Nachweis ihrer amtlichen Legitimation und ihrer Vereidigung sowie die Gründungsurkunden des Bundeslandes und anderer Stellen, auf welche die Vereidigung erfolgte, vorzulegen. 

Falls sie dies nicht tue, drohte die Reichsbürgerin, dass dies als ihre "unwiderrufliche und absolute" Zustimmung gelte, um unter anderem ein Pfandrecht gegen die Gerichtsvollzieherin zu ihren Gunsten in Höhe von einer halben Million Euro beziehungsweise fünf Millionen US-Dollar beziehungsweise in Höhe von 50 Millionen US-Dollar gegen ihre Behörde zu bestellen sowie die Gerichtsvollzieherin in ein "internationales Schuldnerverzeichnis" einzutragen.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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