Sanierung von Gymnasium soll rascher kommen

Konzept für Schulstandort Dieselstraße soll erarbeitet werden

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Waldkraiburg/Mühldorf - Gleich drei der Waldkraiburger Schulen waren aus unterschiedlichen Gründen Thema im Kreistag. 

Der Kreistag beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, dass die Beschulung der Asylbewerber im Rahmen des Programms Berufsintegrationsklassen beziehungsweise -vorklassen in Zukunft am Berufsbildungswerk Waldkwinkel erfolgen soll. Die dafür bisher verwendeten Container an der Realschule wurden abgebaut. Außerdem wurde mehrheitlich beschlossen, dass die Verwaltung die notwendigen Maßnahmen ergreifen soll,um einen vorgezogenen Beginn der Generalsanierung des Gymnasiusm herbeizuführen. Darüber hinaus soll der aktuelle Flächenbedarf des Sonderpädagogischen Förderzentrums ermittelt und in interkommunaler Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis ein Konzept für den Schulstandort Dieselstraße erarbeitet werden.

Berufsintegration für Asylbewerber nun in Waldwinkel

Seit dem Schuljahr 2016/2017 wird die Beschulung der Asylbewerber im Rahmen des Programms Berufsintegrationsklassen beziehungsweise -vorklassen in den "Mobilen Klassenzimmern", genauer gesagt Containern, an der Realschule Waldkraiburg durchgeführt. Im Juli des vergangenen Jahres beschlossen die Kreisgremien, zwar die Mietlösung aufrecht zu erhalten, aber Alternativen zu prüfen. Grund dafür war, dass im Rahmen der Ablöseverhandlungen ein mangelhafter baulicher Zustand festgestellt wurde. Die Container sind undicht und Feuchtigkeit dringt ein. Deswegen wurde von einer Ablösung der Container für einen Betrag von 150.000 Euro abgesehen. 

In Abstimmung mit den Schulleitungen wird die weitere Beschulung der Asylbewerber künftig in Waldwinkel stattfinden. Dies ist auf Grund einer monatlichen Miete dort in Höhe von 1800 Euro, im Verhältnis zu den 4500 Euro, die bisher für die Container gezahlt wurden auch die wirtschaftlichere Lösung. Der Vertrag für die Container wurde bereits gekündigt und die Container abgebaut.  

Gymnasium braucht teure Sanierung

Der Altbau des Waldkraiburger Gymnasiums stammt aus dem Jahr 1978 und bedarf einer grundlegenden Sanierung. Dafür sind auch bereits Haushaltsmittel im Finanzplan des Landkreise ab 2019 eingestellt. Ersten vorsichtigen Schätzungen der Verwaltung zu Folge, wird die Sanierung insgesamt etwa 15 Millionen Euro kosten. Die Verwaltung befindet sich derzeit in enger Abstimmung mit Schulleitung und Regierung zur Ausarbeitung des bedarfsgerechten Raumprogrammes. Dabei wird bereits der Flächenbedarf für die Wiedereinführung des G9 berücksichtigt. Insgesamt werden nach aktuellem Stand etwa 1854 Quadratmeter zusätzlich benötigt. 

"Um genauere Daten hinsichtlich der Kosten, der notwendigen Zeit und der Qualität zum Projekt zu erhalten, ist nun eine Grundlagenermittlung sowie eine Vorplanung notwendig", so Thomas Bumberger von der Kreisverwaltung. Die Aufträge dafür müssen noch dieses Jahr vergeben werden und aus den für den Neubau des Gymnasium Gars nicht verwendeten Mitteln finanziert werden. Auch die weiteren Planungen und Umsetzungsschritte sollen vergeben und aus diesen Mitteln finanziert werden. 

Konzept für Schulstandort Dieselstraße

Aufgrund der aktuellen Anforderungen zur Optimierung der Lernumgebung am Sonderpädagogischen Förderzentrum (Förderschule) Waldkraiburg wurde durch die Kreisverwaltung in enger Abstimmung mit der Schulleitung und der Regierung von Oberbayern der Raumbedarf ermittelt. Das Förderzentrum samt seiner vier Außenstellen verfügt über 3264 Quadratmeter geförderte Fläche. Im Raumprogramm der Regierung von Oberbayern wären insgesamt 5.517 Quadratmeter förderfähig, es gäbe also noch ein Potenzial von 2253 Quadratmetern. "Ausschlaggebend hierfür sind mitunter ein genereller Raumbedarf, die Einführung einer Ganztagesbetreuung, sowie die gegebenenfalls zusätzliche Beschulung von Schülern mit sehr hohem sozial-emotionalem Förderbedarf", so Thomas Bumberger von der Kreisverwaltung, "Im Rahmen der Umsetzung steht der Landkreis vor der Herausforderung, diese Flächen im Umfeld der Standorte bereitstellen zu können." 

Gleichzeitig befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Förderzentrum die Mittelschule, sowie die Grundschule an der Dieselstraße, für welche die Stadt zuständig ist. "Um eine zukunftsorientiere Ausrichtung der Bildungslandschaft am Schulstandort Dieselstraße gewährleisten zu können und den oben genannten Zielen Rechenschaft zu tragen, ist es aus Sicht der Verwaltung notwendig, das Areal ganzheitlich zu betrachten und städtebaulich zu überdenken." Dies solle in interkommunaler Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis erfolgen, da so Synergien in Bezug auf die gemeinschaftliche Nutzung notwendiger schulischer Einrichtungen entstehen könnten.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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