+++ Eilmeldung +++

Täter gefasst

Mann sticht mehrere Menschen in Finnland nieder

Mann sticht mehrere Menschen in Finnland nieder

Gemeinsames Oberzentrum geplant

Waldkraiburg und Mühldorf spielen sich künftig die Bälle zu

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Waldkraiburgs Bürgermeister Robert Pötzsch und Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zollner besiegelten in der Ebinger Alm ihre künftige Städtepartnerschaft. 
  • schließen

Waldkraiburg/Mühldorf - Die Ebinger Alm zwischen Waldkraiburg und Mühldorf diente am Freitag, 24. Februar, als symbolischer Ort für die zukünftige Städtepartnerschaft. Marianne Zollner, Bürgermeisterin von Mühldorf, und Robert Pötzsch, Bürgermeister von Waldkraiburg, stellten den neuen Entwurf zur Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms vor. 

Die beiden Städte im Innsalzachgebiet wollen künftig als "ein Hauptort" interkommunal zusammenarbeiten. Politische Unterstützung bekommen sie von Staatsminister Dr. Marcel Huber und Mühldorfs Landrat Georg Huber. 

Historischer Moment für Waldkraiburg und Mühldorf

Steht politisch hinter dem Oberzentrum: Staatsminister Dr. Marcel Huber. 

Dr. Marcel Huber betont, es sei "historisch, dass Waldkraiburg und Mühldorf mit dem geplanten Oberzentrum auf eine enge Zusammenarbeit hinarbeiten."

Das Landesentwicklungsprogramm müsse vor der Realisierung aber erst noch im Landtag beschlossen werden. "Ich gehe aber davon aus, dass wir den Vorschlag durchbringen werden", so der Staatsminister zuversichtlich. 

Für ihn sei die Definition der Räume mit besonderem Handlungsbedarf wichtig. Darunter zählt der Staatsminister unter anderem die regionale Wirtschaftsförderung unter Berücksichtigung der einzelnen Gemeinden im Landkreis Mühldorf und beispielsweise die Breitbandförderung oder die Erhöhung des Hochwasserschutzes für die zwei Städte am Inn.

"Thema Oberzentrum alleine nicht zu schaffen"

Landrat Georg Huber weist darauf hin, dass sich Städte nicht entwickeln könnten, wenn jeder nur an sich denke. "Einer allein bewältigt das nicht", mahnt Huber. 

"Marianne Zollner sagte zu Beginn, Waldkraiburg und Mühldorf werden sich künftig die Bälle zuspielen. Ich kann nur hoffen, dass sie auch gefangen werden und nicht ins Leere gehen."

"Alleine ist das Thema Oberzentrum nicht zu schaffen", mahnt Georg Huber, Landrat von Mühldorf (rechts). 

"Nur mit der interkommunalen Zusammenarbeit können Zukunftsprojekte - ob sozial, touristisch oder wirtschaftlich - verwirklicht werden. Man denke nur mal an den Ausbau der A94 oder den Hochschulstandort. Das ganze Thema Oberzentrum ist allein nicht zu schaffen." 

Weiterentwicklung beider Städte

"Wir möchten mit dem Oberzentrum die jeweiligen Stärken unserer Städte gezielt fördern und Schwächen beheben", erklärt Marianne Zollner. Zudem wolle man die umliegenden Gemeinden mit ins Boot holen, damit auch sie von der gemeinsamen Städteentwicklung profitieren könnten. 

Aspekte in Mühldorf

Mit einer Einwohnerzahl von knapp 20.000 verfügt Mühldorf als wichtigen Punkt über eine hohes Einzelhandelsvorkommen und über eine gute Lebensqualität. "Wir haben einen starken Zuzug, die historisch gewachsene Handelsstadt wird durch sich ansiedelnde Familien immer jünger", freut sich Marianne Zollner. "Wir haben außerdem mehr Einpendler als Auspendler - das freut uns sehr, wenn die Leute zum Arbeiten zu uns kommen." 

Bedauerlich sei hingegen die Entwicklung in der MBM, so Zollner. Die Maschinenbau Mühldorf GmbH hat am 31. Dezember 2016 Insolvenz angemeldet - die Arbeitsplätze hängen am seidenen Faden. Zollner hoffe dennoch auf eine positive Entwicklung, da MBM in Mühldorf für einen Markennamen stehe.  

Aspekte in Waldkraiburg

"Die Stadt mit dem umliegenden namensgebenden Waldgebiet steckt noch in den Kinderschuhen", schmunzelt Robert Pötzsch. Der Flächenbedarf - sowohl für Industrie als auch für Wohnraum - sei klar verbesserungswürdig. Diese und weitere Ziele finden sich unter anderem auch im Projekt "Stadtumbau West - ISEK". 

"Auf der anderen Seite hat sich Waldkraiburg einen sehr guten Namen als Sport- und Kulturstadt gemacht", freut sich Pötzsch. Der Faschingsumzug sowie das Volksfest seien über die Grenzen hinaus bekannt und beliebt. Außerdem hat Waldkraiburg ein großes Angebot an Gewerbe, Industrie und Handwerk. "Die Rüstungsindustrie, die nach dem 2. Weltkrieg prägend für Waldkraiburg war, hält weiter an der Stadt fest", so der Bürgermeister.

Robert Pötzsch, Marianne Zollner, Staatsminister Dr. Marcel Huber und Landrat Georg Huber (von links) stießen auf das geplante gemeinsame Oberzentrum für Waldkraiburg und Mühldorf. 

Gemeinsame Stadtratsklausur im März

Konkrete Ideen und Maßnahmen könne man zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht preisgeben. "Wir wollen zunächst die Meinungen unserer Gremien zur Bedeutung der beiden Städte einholen", so Pötzsch. 

Dafür ist am 25. März eine gemeinsame Stadtratsklausur angesetzt. "Darin legen wir die Ziele fest und planen das weitere Vorgehen in Bezug auf das gemeinsame Oberzentrum", erklärt Zollner.   

Dr. Marcel Huber zeigt sich abschließend kämpferisch: "Das Oberzentrum setzt eine gute Zusammenarbeit von Waldkraiburg und Mühldorf voraus. Größere Projekte können nur gemeinsam realisiert werden. Es steht uns ein Haufen Arbeit bevor, aber wir werden die Sache ordentlich anpacken."

mb

Zurück zur Übersicht: Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser