Bilder der Gebäude

Darum müssen die Sozialwohnungen am Iserring neu gebaut werden

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Walkdkraiburg - Am Iserring sollen sanierungsbedürftige Häuser abgerissen und durch neue, zeitgemäße Gebäude, welche die doppelte Zahl an Sozialwohnungen behinhalten werden, ersetzt werden. Wir haben uns vor Ort ein Bild gemacht.

"Der Iserring soll kein Ghetto werden!", hatte Werner Meisenecker, Geschäftsführender Vorstand der Wohnungs-und Siedlungsgenossenschaft eG Waldkraiburg (WSGW) in der jüngsten Sitzung des Waldkraiburger Bauausschusses gemahnt. Wenn dort nicht bald etwas unternommen werde, würde dort bald "nicht mehr das gewünschte Klientel wohnen", da die Altbauten dort inzwischen einen schlechten Ruf hätten. Daher beantragte er unter allgemeiner Zustimmung der Ausschussmitglieder einen Neubau. Statt bisher 50 soll es dort dann 80 bis 90 Sozialwohnungen geben. Die bisherigen Mieter werden sozialverträglich in der nächsten Zeit in andere Wohnungen der WSGW verlegt. Abrissbeginn soll der September 2017 werden.

Schon damals räumte er ein:  „Man meint eigentlich: Naja, der schaut ja noch ganz gut aus“, ergänzte aber sofort: "Wenn man sich das aber von der Seite, auf der sich das AOK-Gebäude befindet, sieht man es: Da blättert die Farbe ab, Fenster sind schief, die Fassade muss neu gemacht werden!" Neben den baulichen Mängeln, deren Behebung nur einen optischen Nutzen, aber keine Verbesserung der Wohnqualität bringen würden, sei vor allem der Grundriss der Wohnungen ein Problem. "Diese Wohnungen haben teilweise Abmessungen, die nicht mehr heutigen Gewohnheiten entsprechen!"

Bilder vom Zustand der Häuser am Iserring

Bei einem Vorort-Termin mit innsalzach24.de führten er die Mängel vor Ort vor. Etwa, dass beim Haus Nr. 5 beispielsweise bei Starkregen Wasser in den Hauseingang läuft. An den Mauern sind durch die Feuchtigkeit bereits Schäden entstanden, eine extra eingerichtete Drainage hilft nur teilweise.

Außerdem verfügen die Wohnanlagen weder über barrierefreie Zugänge noch über einen Aufzug. Überall ist auch die Fassade erneuerungsbedürftig, die Häuser würden schon bald einen traurigen Anblick bieten, mahnte Meisenecker. Vor allem die Holzböden der Balkone machen langfristig Sorgen. "Sonst haben wir hier in ein paar Jahren auch so eine Katastrop he wie kürzlich in Niedersachsen", mahnte Meisenecker. Neun junge Menschen stürzten dort von einem Balkon urplötzlich in die Tiefe gestürzt, weil der Holzboden unter ihnen wegkrachte.

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