Thema im Stadtentwicklungs-Ausschuss

Soll der Maibaum zurück auf den Stadtplatz?

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Waldkraiburg - Der Maibaum, eine urbayerische Tradition! In Waldkraiburg steht er allerdings seit 2004 nicht mehr am zentralen Stadtplatz. Das könnte sich ändern. *Mit Abstimmung*

Das Wichtigste im Überblick:

  • 2004 wurde der Standort des Waldkraiburger Maibaums im Rahmen der Stadtplatz-Umgestaltung zum Haus der Vereine verlegt.
  • Dr. Frieder Vielsack (UWG) regte im Stadtentwicklungs-Ausschuss eine Rückverlegung an.
  • Als Vorteil nannte er durch den dann wieder zentralen Standort des Baums eine Belebung des Stadtplatzes.
  • Gleichzeitig räumte er ein, dass nicht unerhebliche Kosten entstehen könnten, vor allem wenn die Städtebauförderung, die einen Großteil der Stadtplatz-Umgestaltung zahlte, Rückforderungen stellt.
  • Eine Entscheidung wird es aus verschiedenen Gründen aber erst im Frühjahr 2019 geben

So verlief die Diskussion im Stadtentwicklungs-Ausschuss:

Bei der Planung mit der Feuerwehr sei das Thema aufgekommen, so Dr. Frieder Vielsack (UWG) in der Ausschusssitzung am Mittwoch, ob man den Maibaum in Waldkraiburg nicht wieder an den Stadtplatz verlegen könnte. "Dann wäre mal wieder mitten in Waldkraiburg am 1. Mai was los", so Vielsack. Bis 2004 stand der Maibaum stets an der südöstlichen Ecke des Stadtplatzes. Dann beschloss der Stadtrat, ihn im Rahmen der Umgestaltung auf die nord-östliche Grundstücksseite des Hauses der Vereine zu verlegen. 

Aus dem Archiv: Aufstellung des Waldkraiburger Maibaums 2012

Waldkraiburg: Der Maibaum steht!

Umfrage gestartet

Ihn selbst habe dass Thema daraufhin nicht mehr losgelassen, ja er habe sogar eine spontane Umfrage unter Arbeitskollegen gestartet, wo der Maibaum hingehört. "Die ist aber natürlich nicht repräsentativ", so räumte er vergnügt ein. 89 Personen habe er befragt, dabei habe es zunächst einmal einige Scherzantworten wie „auf mein Hausdach, in den Ofen, oder vor die Fabrikhallen der TPE“ gegeben. Zugebenermaßen seien aber auch ernstere Vorschläge wie der Stadtpark, der Volksfestplatz oder die Feuerwehr gekommen. Entscheidend sei aber, dass sich 77 der Befragten für den Stadtplatz aussprachen. "Das interessante dabei war: Die wenigsten wussten überhaupt, wo der Baum derzeit steht!"

Nicht so einfach

Die Sache ist allerdings nicht so einfach, das räumte er selbst ein. Die Gesamtmaßnahme der Umgestaltung wurde durch die Städtebauförderung finanziell unterstützt. Daher sind wesentliche Änderungen ohne eine Zustimmung der Bewilligungsstelle regulär erst nach 25 Jahren möglich. Es bräuchte nun also einen neuen Stadtratsbeschluss. Zudem dürften nicht unerhebliche Planungskosten entstehen. 

Auch die Durchführung, so gestand Vielsack zu, könnte auf Grund der Anforderungen beim Fundament, vorhandenen Leitungen schwierig werden. Insgesamt würden Kosten von etwa 11.500 bis 16.500 Euro entstehen. Vor allem aber könnte es Probleme mit der Förderung geben. Diese hatte damals von insgesam 464.000 von insgesamt 530.000 Euro der Gesamtkosten der Stadtplatz-Neugestaltung übernommen. "Wenn wir Glück haben, wird die Verlegung des Maibaums als förderfähig angesehen", so Vielsack, "aber es könnte auch sein, dass dies nur möglich wäre, wenn wir einen Teil der in Anspruch genommenen Fördermittel zurückzahlen!", mahnte er. 

"Maibaum muss her!"

Sympathien gab es allseits. Etwa von Eva Köhr (CSU) "Waldkraiburg gehört zu Bayern, da gehört ein Maibaum her!" Wie alle anderen Beteiligten stimmte sie jedoch zu, dass zuerst einmal das Geld für eine solche Maßnahme vorhanden sein müsse. Auch sei die Entscheidung für das Haus der Vereine als Sitz des Brauchtums nicht ohne Grund gefallen, so mahnte ihr Fraktionskollege Anton Sterr an. "Man kann aber über alles nachdenken, die Rahmenbedigungen müssen jedoch genau geklärt werden.", so Sterr. 

Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) erklärte, dass der Stadtrat sich mit diesem Thema vorerst "keinen Stress" machen würde. Ohnehin sei auch wegen der finanziellen Lage sinnvoll, dieses Thema erst im Frühjahr 2019, in Angriff zu nehmen. Dann könnte man es zuvor auch im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts thematisieren ausarbeiten. Daher wird es wohl vor dem Frühjahr 2019 zu keiner Entscheidung kommen. "Ich bin mir aber sicher, du wirst uns daran erinnern", erklärte Pötzsch zu Vielsack gewandt.

Rubriklistenbild: © Norbert Höhn

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