Soll zusammen mit St2091-Ausbau realisiert werden

UWG startet "Motivation Storm" für die Pürtener Ortsumfahrung

  • schließen

Waldkraiburg - Die UWG fordert alle Bewohner des Inntals auf, sich an einem "Motivation Storm" für die Pürtener Ortsumfahrung zu beteiligen. So soll erreicht werden, das diese zusammen mit dem Ausbau der St 2091 realisiert wird. 

"Wir haben es uns als Ziel gesetzt, mit allen demokratisch Mitteln dafür zu kämpfen, die Ortsumfahrung Pürten mittelfristig zur realisieren", teilte Johann Vetter, Erster Vorsitzender der UWG Waldkraiburg in einer Pressemitteilung mit. Durch den Ausbau der A94 Mühldorf-München werde die Staatsstraße 2091 zum Autobahnzubringer. "Es ist daher umso wichtiger, hier die Ortsumfahrung schnellstmöglich zu realisieren." Die Bahnüberführung der Staatsstraße 2091 und Höhenfreimachung der Pürtener Kreuzung seien die ersten zwei Schritte, um den steigenden Verkehrszahlen jetzt und in der Zukunft gerecht zu werden. Der Freistaat hat dafür die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt. "In einem abschließenden dritten Schritt ist es zwingend erforderlich, durch die Ortsumfahrung Pürtens, den Verkehr und vor allem auch die Waldkraiburger Bevölkerung in Pürten zu entlasten und unmittelbar im Anschluss an die ersten zwei Schritte auch die Ortsumfahrung in der ersten Dringlichkeit mit den erforderlichen finanziellen Mitteln auszustatten", so Vetter. 

Die Stadtverwaltung und der Stadtrat hatten nicht wenige Einwände zu den Planungen für den Ausbau der Staatsstraße 2091. Dass die Realisierung der Ortsumfahrung für Pürten nicht mit dem Ausbau der Straße verbunden werden soll, sorgte in der Stadtratssitzung für die meiste Kritik. UWG-Fraktionsvorsitzender Frieder Vielsack appellierte sogar in einer, wie er es nannte, "offenen Rede" an Ministerpräsidenten Söder, die Ortsumfahrung im Bedarfsplan für den Straßenausbau hochzupriorisieren, damit diese dann zusammen mit dem Ausbau der Staatsstraße realisiert werden kann.

"Motivation Storm" für Ortsumfahrung

Daneben hat die UWG noch Mitte Mai einen offenen Brief an Söder geschickt, auf den sie jedoch noch keine Antwort erhalten hat. Außerdem fand eine Informationsveranstaltung zum Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der St 2091 durch die Partei statt.

Auch eine Unterschriftenliste mit 118 Unterzeichnern wurde an die Regierung von Oberbayern geschickt. 

"Um unseren Forderung mehr Ausdruck zu verleihen, bitten wir alle Bewohner des Inntales sowie Anwohner und Befürworter der OU Pürten sich auf unserer Homepage einzuloggen und sich über die 'Information Pürtener Ortsumfahrung' an dem 'Motivation Storm Pürtener Ortsumfahrung' zu beteiligen", so UWG-Vorsitzender Johann Vetter, "Über den 'Storm' kann man hierfür direkt ein Kontaktformular beziehungsweise einen Link aufrufen." Vetter wies außerdem darauf hin, dass seit längerem eine Antwort des Staatsministers Dr. Marcel Huber auf eine schriftliche Anfrage von Done Brunnhuber zur Ortsumfahrung Pürten ausstehe.

Der aktuelle Zustand (links) und die Pläne für den Ausbau der Staatsstraße 2091 (rechts) im Vergleich.

Die Ausbau-Planungen sehen vor, die St2091 von Ampfing nach Kraiburg auf einer Länge von etwa 1,2 Kilometern auszubauen und nach Osten zu verlegen. Beginnen soll die Maßnahme im Norden mit dem Umbau der Einmündung der verlängerten Teplitzer Straße in die St2091 zum Kreisverkehr. Die Bahnstrecke soll von der Straße mit einem Geh- und Radweg unterführt und mit zwei Kreisverkehren, die durch eine Verbindungsrampe verbunden sind, mit der St2352 verknüpft werden. Die Pürtener Kreuzung soll höhenfrei gemacht werden. Außerdem soll die St2091 die St2352 unterführen und in einer flacheren Kurve als bisher zur Innkanalbrücke bei Pürten geführt werden. Die St2352, die auf einer Länge von 700 Metern ausgebaut werden soll, wird künftig auf einem Brückenbauwerk an der Hangkante über der St2091 verlaufen. Die Bahnhofsstraße soll in Richtung Süden um etwa 260 Meter verlängert und über einen vierten Ast an den Kreisverkehr der St2091 angeschlossen werden.

Der vollständige Plan des Bauamts. (Zum Vergrößern klicken)

Die Kosten des Umbaus in Höhe von insgesamt 8,15 Millionen Euro übernehmen Freistaat, Bund und Südostbayernbahn. Auf die Stadt kommen keinerlei Kosten zu. Die Bauzeit ist für zwei Jahre angesetzt. Straßensperrungen sollen dafür keine notwendig sein. 

Pressemitteilung UWG Waldkraiburg/hs

Rubriklistenbild: © Staatliches Bauamt Rosenheim/Sven Hoppe/dpa (Montage)

Zurück zur Übersicht: Waldkraiburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser