Bürgermeister Pötzsch reagiert auf Kritik der Waldkraiburger Linken *Mit Voting* 

Erhalt des Waldes oder neue Flächen fürs Gewerbegebiet?   

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Bürgermeister Robert Pötzsch steht hinter der geplanten Waldrodung zugunsten der Entwicklung des Gewerbegebiets. 
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Waldkraiburg - Gegen die geplante Rodung eines Waldstücks nördlich der Daimlerstraße zur Erweiterung von Gewerbeflächen formt sich Widerstand. Die Linke Waldkraiburg fordert die Stadt auf, zurückzurudern.

Im Stadtentwicklungsausschuss wurde am 10. April mehrheitlich dafür plädiert, dass ein Teil des Waldes zugunsten der Erweiterung der Flächen im Gewerbegebiet weichen soll. Mitunter die Firma Netzsch habe dringend Erweiterungsbedarf angemeldet für den Bereich des östlichen Waldstreifens entlang der Schilcherlinie. 

Flächenversiegelung sei natürlich schlecht, doch weil in diesem Fall das Risiko überwiege, dass Firmen langfristig abwandern könnten, entschieden sich die Ausschussmitglieder gegen den Erhalt der Waldflächen und für die Erweiterung des Gewerbegebiets. 

"Umwelt konsequenter schützen" 

Nun fordert die Waldkraiburger Ortsgruppe der Partei Die Linken die Stadt auf, die Entscheidung zurückzunehmen und die Pläne einzustellen. "Kapitalinteressen werden geschützt, die Umwelt aber nicht", heißt es in einer Pressemitteilung, die der Redaktion vorliegt. 

Und weiter: "Die Linke Waldkraiburg bekräftigt die Kritik an diesem Vorhaben, da der betroffene Waldstreifen einer der letzten Puffer zum angrenzenden Wohngebiet ist. Außerdem liegen die Ausgleichsflächen nicht im Stadtgebiet. Die selbsternannte Stadt im Grünen muss dem Anspruch ihres Namens gerecht werden und dafür sorgen, dass die Umwelt konsequenter geschützt wird."

Waldkraiburg brauche mehr Grünflächen statt wachsender Industrie- und Gewerbeflächen.

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Nein zur Rodung des Waldstreifens zwischen Industrie- und Wohngebiet! Erneut beschloss der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Waldkraiburg, dass Kapitalinteressen geschützt werden, die Umwelt aber nicht. Am vergangenen Mittwoch, den 10. April 2019 beschloss dieser, dass zu Gunsten der Firma Netzsch der östliche Waldstreifen entlang der Schilcherlinie verschwinden soll. DIE LINKE. Waldkraiburg bekräftigt die Kritik an diese Vorhaben, da der betroffene Waldstreifen einer der letzten Puffer zum angrenzenden Wohngebiet ist. Außerdem liegen die Ausgleichsflächen nicht im Stadtgebiet. Die Waldkraiburger Ortsgruppe der Partei DIE LINKE. fordert den Stadtentwicklungsausschuss, Stadtrat und Bürgermeister Robert Pötzsch dazu auf, dass diese Pläne eingestellt werden! Die selbsternannte „Stadt im Grünen“ muss den Anspruch ihres Namens gerecht werden und dafür sorgen, dass die Umwelt konsequenter geschützt wird! Waldkraiburg braucht mehr Grünflächen, nicht mehr Industrie- und Gewerbeflächen!

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Kritik, auf die Bürgermeister Robert Pötzsch prompt reagiert: "Wie in der Bürgerversammlung bereits dargestellt und auch im Stadtentwicklungsausschuss vorgetragen, müssen wir uns über mögliche Entwicklungschancen unserer Stadt Gedanken machen."

Im ISEK-Prozess sei deutlich dargestellt worden, welche Potentiale und Notwendigkeiten - gerade bei möglichen Entwicklungsflächen für Wohn- und Siedlungsflächen sowie Gewerbe- und Industrieflächen - in Waldkraiburg gegeben seien.

Der Waldstreifen östlich der Schilcherlinie werde nicht ausschließlich zugunsten der Firma Netzsch entwickelt. Ein Teil der Fläche sei eine Option der Firma, um mittelfristig den Standort in Waldkraiburg zu sichern. Die Firma sei seit mehr als 57 Jahren sehr eng mit der Entwicklung der Stadt Waldkraiburg verbunden

"Derzeit laufen die Planungen für die Umsiedelung vom Werk I aus dem Wohngebiet in der Liebigstraße ins Industriegebiet", sagt Pötzsch weiter. "Dadurch können hier am Standort die Arbeitsplätze von über 600 Mitarbeitern gesichert werden. Gleichzeitig werden innerstädtisch Entwicklungsflächen für notwendigen Wohn- und Siedlungsbau frei. Die Schilcherlinie bleibt auf der gesamten Länge als Schutz der Wohnbebauung von etwa 50 Metern Breite erhalten. Die entwickelte Waldfläche muss gemäß den Bestimmungen in ihrer Qualität und im erforderlichen begrenzten Radius zu unserer Stadt erfolgen." 

Umwelterhalt oder neue Industrieflächen?  

mb

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