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Vermüllung am Innufer bei Waldkraiburg "leider weiter ein Problem"

Bürgermeister mahnt: Schärfere Maßnahmen, wenn sich nichts ändert

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Vermüllungen am Innufer sind seit Jahren ein Problem. In der jüngsten Stadtratssitzung mahnte Waldkraiburgs Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) zu mehr Umsicht.

Waldkraiburg - Seit Jahren ist es ein Ärgernis: Statt einfach nur die geschützte Natur zu genießen, vermüllen manche das Innufer. Bürgermeister Pötzsch appellierte daher an die Vernunft der Leute, sonst drohten Konsequenzen.

"Das Verhalten mancher Leute im geschützten Bereich der Innauen ist leider weiterhin ein Problem", berichtete Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) am Rande der jüngsten Stadtratssitzung. "Wir werden dort nun erneut Infotafeln aufstellen, um die Leute für das Thema zu sensibilisieren." Er erinnerte daran, dass es sich dort um ein äußerst sensibles Naturschutzgebiet handle. 


"Ich hoffe sehr, dass sich die Leute einsichtig zeigen", schloss das Gemeindeoberhaupt, "Sonst werden eventuell schärfere Maßnahmen nötig."

Vermüllungen immer wieder Problem

Müll am Innufer ist schon seit Jahren ein Problem. Immer wieder muss die Polizei dort auch Grillpartys auflösen. Im April 2018 rückte das Thema zuletzt prominent in das öffentliche Bewusstsein, als ein Waldkraiburger dort seinen 30. Geburtstag aufwändig feiern wollte. 


Dazu baute er mit seinen Freunden ein DJ-Pult mit Verstärker und Lautsprechern auf, welche mithilfe eines Dieselaggregats betrieben wurden. Etwa 30 Leute versammelten sich vor Ort um ein Lagerfeuer, lauschten der extrem lauten Musik und tranken Alkohol.

Betreten grundsätzlich erlaubt, aber ...

Nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz darf das Areal grundsätzlich jeder betreten. Dies ist erlaubt "zum Genuss der Naturschönheiten und zur Erholung alle Teile der freien Natur" ohne das es an und für sich einer besonderen Genehmigung bedarf. "Dieses so genannte Betretungsrecht gilt aber nur für Betätigungen im Rahmen traditioneller Formen der Freizeitgestaltung und Sportausübung, die dem Naturgenuss und der Erholung dienen", stellte das Landratsamt gegenüber innsalzach24.de klar. 

Das Entzünden und Betreiben offener Feuer zum Grillen oder Lagerfeuer in der freien Natur außerhalb behördlich dafür bestimmter Plätze sei allerdings mehr als nur ein "normales Betreten" und wird daher nicht vom Betretungsrecht gedeckt. Das gilt sowohl für offene Feuerstätten, wie etwa Grillgeräte, als auch für sogenanntes "unverwahrtes Feuer." Also Feuer, das nicht in einer offenen Feuerstätte, sondern zum Beispiel in einer Feuerstelle am Boden oder in einer dafür hergestellten Bodenmulde betrieben wird. 

Öffentliche Grillplätze können nicht eingerichtet werden. Denn zum einen sind die Innauen ein besonders schützenswerter Bereich. Zum anderen müsste dann auch eine umfangreiche Infrastruktur mit Parkplätzen, Toiletten und so weiter angelegt werden.

hs

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