Vorschlag wurde eingebracht

Bald nur noch städtisches Feuerwerk an Neujahr in Waldkraiburg?

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Waldkraiburg - Gibt es künftig in der Industriestadt zu Neujahr keine private Böllerei sondern nur noch ein städtisches Feuerwerk? Dieser Vorschlag wurde am Rande der jüngsten Stadtratssitzung diskutiert.

"Es sind inzwischen immer massivere Böller, die auch auf der Straße abgeschossen werden", beklagte SPD-Stadtrat Alexander Will, "Der ganze Müll der dabei entsteht ist, beispielsweise im Bereich der Teplitzer Straße, eine Riesensauerei, die sich am nächsten Tag dem Auge darbietet." Er regte an, private Feuerwerke zu Neujahr künftig zu verbieten und durch ein städtisches Feuerwerk, dass beispielsweise wie auch beim Volksfest im Bereich des Festplatzes veranstaltet wird, zu ersetzen. "Da könnte man dann auch noch ein kleines Rahmenprogramm, beispielsweise mit Glühweinverkauf bieten."

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Auch von Eva Köhr (CSU) bekam Wills Vorschlag Rückendeckung: "Ich wurde auch schon von vielen Leuten dazu angesprochen. Das ist so ein unendlicher Krach, der auch die Tiere total verunsichert. Auch an mich wurde herangetragen, einen Antrag auf ein städtisches Feuerwerk zu stellen." Sie beantrage daher, dass die Stadt sich über alternative Regelungen in anderen Gemeinden erkundigen und dem Stadtrat das Thema dann zur Beratung vorgestellt werden sollte. Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) wies noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass ein städtisches Feuerwerk nur Sinn mache, wenn jegliches privates Feuerwerk im Stadtgebiet dann verboten würde. 

Auf Facebook diskutieren unsere Leser bereits kräftig über das Thema:

Bereits Verzicht in diversen Kommunen der Region

Lärm, Müll und Brandgefahr, darum verbieten immer mehr Städte privates Böllern in der Innenstadt. Es gilt grundsätzlich gilt in allen Städten, dass nur am 31. Dezember und 1. Januar Feuerwerk von jedermann entzündet werden darf. In der Nähe von Kirchen, Kliniken, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandgefährdeten Gebäuden ist dies generell untersagt. Die Regeln sind in der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz festgelegt.

Zudem können Kommunen weitere Verbotszonen einrichten. Das hat zum Beispiel die Stadt Wasserburg getan. Die Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden ruft ihre Einwohner seit 2016 als zertifiziertes Bergsteigerdorf dazu auf, auf Feuerwerke zu verzichten. Auch in Inzell und Kirchanschöring ist bereits über den Verzicht diskutiert worden. Wer trotz eines Verbotes böllert, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Jens Kalaene

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