Kritische Fragen zum Forschungszentrum auf Bürgerversammlung

Bürger: "Welche Vorteile hat Waldkraiburg dadurch?"

+
  • schließen

Waldkraiburg - Am Dienstagabend stand Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) den Waldkraiburgerinnen und Waldkraiburgern bei der Bürgerversammlung Rede und Antwort.

Zunächst hatten die Bürger die Möglichkeit, sich im Rahmen einer kleinen Informationsmesse bei verschiedenen Ständen über deren Arbeit zu informieren. Erstmals in diesem Jahr auf besonderen Wunsch mit dabei war auch die Sicherheitswacht. Dann informierten Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG), Herbert Lechner, Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH und Götz Keßler, Geschäftsführer der Stadtbau GmbH in kurzen Vorträgen über aktuelle Projekte und Entwicklungen. 

Die Vorträge im Video:

Dann ging es aber zum zentralen Teil der Versammlung über. Bürgermeister Pötzsch stand den Bürgern Rede und Antwort. Häufig ging es dabei um aktuelle Bauprojekte, aber es kam auch beispielsweise der Wunsch zur Sprache, das in bestimmten Bereichen die Verkehrsüberwachung verbessert werden soll. Manche nutzten aber auch die Gelegenheit, einfach einmal "Danke" für die Arbeit von Stadtverwaltung und Behörden zu sagen.

Bilder von der Bürgerversammlung in Waldkraiburg

Fragen unter anderem zu Schultausch und Forschungszentrum

Unter anderem gab es von Seiten betroffener Eltern einige Fragen zum geplanten Schultausch von Franz-Liszt- und Förderschule. 

Video: Fragen zum Schultausch

Doch die Sprache kam auch auf das geplante Forschungszentrum.  Der Stadtrat hatte erst in seiner jüngsten Sitzung mit 20 zu 9 Stimmen der Gründung des Zweckverbandes "Hochschulcampus Mühldorf am Inn – Waldkraiburg" zugestimmt. Dabei wurde heftig debattiert. Im Wesentlichen trafen dabei die Haltung der UWG, man solle mit diesem Schritt noch weiter abwarten auf die von CSU und SPD, man müsse Vertrauen in die Partnergemeinden haben und dürfe nicht riskieren, am Ende doch die Chance auf den Standort zu verspielen. 

Waldkraiburger sieht Forschungszentrum kritisch

"Welche Vorteile hat Waldkraiburg dadurch?", wollte ein Bürger wissen, "Und eigentlich werden doch Hochschulen vom Freistaat finanziert? Warum soll hier jetzt aber Waldkraiburg zahlen? Wenn der Herr Söder will, dass das Forschungszentrum hierher kommt, dann soll doch auch der Herr Söder das zahlen!" Er bezweifelte außerdem stark den wirtschaftlichen Nutzen der Einrichtung. "Da ist doch kein einziger Student dann deswegen da. Vier, fünf Mitarbeiter wird es da geben, die angefressen sind, weil sie dann von Rosenheim zu uns pendeln müssen. Die lassen keinen Cent hier in der Stadt!" 

Video: Fragen zu Forschungszentrum und Waldbad

"Das ist genau das, worüber wir im Stadtrat diskutiert haben", entgegnete ihm Pötzsch. Er betonte, gerade diese Informationen wolle die Stadt ja haben und versuche auch, daran zu kommen. Je nachdem, was dabei herauskomme, würde dann entschieden werden. Der Waldkraiburger machte dann noch seinem Unmut darüber Luft, dass seiner Ansicht nach zu leichtfertig für die Beteiligung am Zweckverband und damit dem Forschungszentrum gestimmt worden sei. "Da bin ich ganz bei Ihnen", stimmte ihm der Bürgermeister zu. 

Zurück zur Übersicht: Waldkraiburg

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT