Realisierung mit ST2091-Ausbau wird gefordert

Huber sagt Unterstützung für Pürtener Ortsumfahrung zu

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Waldkraiburg - Bei einem Termin vor Ort machte sich kürzlich Umweltminister Dr. Marcel Huber (CSU) ein Bild zur Frage einer möglichen Ortsumfahrung für Pürten.

"Wir, die Stadträte Charlotte Konrad (CSU), Rainer Zwislsperger (CSU), Done Brunnhuber (UWG), Frank Belkot (UWG), Dr. Frieder Vielsack (UWG) sowie der Bauamtsleiter Carsten Schwunck (Bauamtsleiter Stadt Waldkraiburg) und ich, hatten am Dienstag der letzten Woche ein sehr positives und hoffungsvolles Gespräch zur Ortsumfahrung Pürten mit dem bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber", berichtete der Waldkraiburger UWG-Ortsvorsitzender Johann Vetter gegenüber unserer Redaktion. 


"Fraktionsübergreifendes Anliegen""

Der Termin war auf Einladung der UWG zu Stande gekommen. "Es ist wichtig, das da etwas passiert. Das ist ein fraktionsübergreifendes Anliegen", betonte auch die Waldkraiburger CSU-Ortsvorsitzende Charlotte Konrad. "Denn mit der Fertigstellung der A94 Ende des kommenden Jahres wird sich das Verkehrsaufkommen auf der St2091 vervielfachen und die Anwohner in Pürten dadurch erheblich belastet."  

Konrad und Vetter betonten, der Umweltminister kenne die Situation in Pürten bestens und auch das zunehmende Verkehrsaufkommen sei ihm bekannt. "Er machte hier gleich zu Beginn ein klares Statement: 'Ich werde Euch hier unterstützen'", berichtete Vetter. Die Stadtverwaltung arbeitet nun ein Schreiben an den Umweltminister aus, in dem die derzeit bevorzugte und akzeptabelste Streckenführung, an dem bestehenden Klärwerk vorbei dargestellt wird, wie Bauamtsleiter Schwunck unserer Redaktion mitteilte. "Alle Teilnehmer an dem Vor-Ort-Termin waren sich einig, dass diese Variante auf der Westseite die erfolgversprechenste ist", so Vetter. 


"So breite Unterstützung, wie noch nie"

Sobald ihm die Planungen vorliegen, würde sich Huber in München für die Ortsumfahrung stark machen. "Deshalb sind wir nun positiver Dinge, dass sich hier etwas bewegt", freute sich Vetter. Wichtig sei Huber gewesen, dass nun schnell gehandelt wird und die Planung der Ortsumfahrung auch in die aktuelle Planung der Bahnunterführung und in die geänderte Streckenführung der St2091 gleich mit einfließt.

Auch der Freisinger Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Benno Zierer sagte inzwischen auf Bitten Vetters seine Unterstützung zu. "Falls Bedarf besteht, dass man im Landtag nachhaken muss, steht er bereit", bestätigte sein Abgeordnetenbüro auf Nachfrage."Eine so breite Unterstützung hatte die Ortsumfahrung Pürten bisher noch nie", so Vetter.

Pürtener Ortsumfahrung derzeit nicht vorgesehen

Im aktuellen siebten Ausbauplan für die Staatsstraßen in Bayern ist die Ortsumfahrung Pürten im Zuge der Staatsstraße 2091 nur nachrangig in der sogenannten zweiten Dringlichkeit enthalten. Das Verkehrsministerium und seine nachgeordneten Staatlichen Bauämter, planen die Projekte des siebten Ausbauplans grundsätzlich in der Reihenfolge ihrer Dringlichkeit. Deshalb könne es derzeit bei der Ortsumfahrung von Pürten nicht tätig werden, so das Bayerische Verkehrsministerium gegenüber unserer Redaktion im Juni.

Sofern unvorhergesehenerweise ein höherer Verkehrsbedarf auftreten sollte, sei es zwar möglich, ein Staatsstraßenprojekt nachträglich in die erste Dringlichkeit höherzustufen. Dies jedoch nur dann, wenn im Gegenzug zum vorgezogenen Projekt dann Projekte der ersten Dringlichkeit mit vergleichbarer Kostenhöhe zurückgestellt würden, beispielsweise weil ihre vorrangige Verwirklichung durch den Freistaat Bayern nicht mehr gegeben sei oder sie aufgrund außergewöhnlicher Schwierigkeiten bei der Erlangung von Baurecht nicht innerhalb der festgelegten Laufzeit realisiert werden können. Ein entsprechendes Tauschprojekt aus der Planungsregion Südostoberbayern sei derzeit aber nicht vorgesehen.

Die Planungen für den Ausbau der St2091 wurden auf der Stadtratssitzung im Mai vorgestellt. Sie sehen eine Vielzahl von Verbesserungen vor.

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