Grablichter gegen den Schlachthof

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Waldkraiburg - Der Weihnachtswunsch der Tierschutzjugend: Dass kein einziges Tier mehr lebendig geschlachtet wird. Für eine geringe Geldspende wird ein Grablicht für sie angezündet.

Das Fest der Hoffnung und des Lichts – das ist Weihnachten für viele Menschen. Die Tierschutzjugend Waldkraiburg, wünscht sich zusammen mit der Jugendgruppe "Tierisch Aktiv - Chiemgau" und der Tierschutzjugend Erding aber auch ein Licht und vor allem Hoffnung für diejenigen, die in unserer Gesellschaft leider oft vergessen werden: nämlich die Tiere, deren kurzes und meist trostloses Leben im Waldkraiburger Schlachthof endet. Zutiefst erschüttert sind die jungen Tierschützer von der Anzahl der Tiere, die im Jahr 2013 in Waldkraiburg ihr Leben lassen mussten, nämlich 115.965 Rinder und 568.331 Schweine. Im nahen Putenschlachthof in Ampfing waren es unglaubliche 4.333.840 Puten, die dort geschlachtet und verarbeitet wurden.

Aufgrund dieser Zahlen und der Tatsache, dass sieben bis acht Prozent der Tiere laut einer Studie noch nicht tot sind, wenn das Messer angesetzt wird oder wenn sie in die Brühanlagen gelangen, ist es den Mitgliedern der Tierschutzjugend wichtig, ein Zeichen für die Tiere zu setzen. Umgerechnet auf den Schlachthof Waldkraiburg ergeben diese Zahlen durchschnittlich 25 bis 30 Rinder und 130 bis 150 Schweine am Tag (auf jährlich 300 Schlachttage gerechnet), die nicht ordnungsgemäß betäubt werden und bei vollem Bewusstsein ihre eigene Schlachtung erleben müssen.

Ein unbeschreibliches und nicht tragbares Ausmaß, so sind sich die jungen Tierschützer einig, weshalb die Mitglieder der engagierten Gruppe am 12. Dezember, ab 16 Uhr, eine Mahnwache vor den Toren des Schlachthofs Waldkraiburg abhalten werden.

"Diese Orte des Grauens", wie sie es formulieren, "sollen endlich aus der Unsichtbarkeit geholt und wieder ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden, denn lange genug schon wird weggeschaut und ohne zu hinterfragen konsumiert, was die Werbung schönredet." Und: „Wir freuen uns über jeden, der bei dieser Aktion vorbeikommt und unser Anliegen unterstützt. Denn nur gemeinsam sind wir stark und können das Weihnachtslicht für die Tiere etwas heller leuchten lassen“ so Tanja Glasl von der Tierschutzjugend.

Für nur einen Euro kann man vor Ort ein Licht erwerben und zusammen mit den Kerzen der anderen aufstellen. Wer keine Zeit hat vorbeizukommen, kann sich auch durch eine Spende beteiligen: Im Namen des Spenders wird dann ein Grablicht für die Tiere aufgestellt.

Spenden bitte an: Tierschutzschule e.V. Raiffeisenbank Taufkirchen/Dorfen

IBAN: DE28 7016 9566 0101 828533

BIC: GENODEF1TAV

Verwendungszweck: Spende Aktion "Lichter der Hoffnung"

Was von den Spenden übrig bleibt, kommt Sara, dem Gnadenbrotpferd der befreundeten Tierschutzjugend Erding zugute. Sie wurde vor zwei Jahren selbst vor dem Schlachter gerettet.

Pressemitteilung Tierschutzjugend Waldkraiburg

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