Auf Gelände von Tierverwertungs-Anlage in St. Erasmus

Geplantes Tierkrematorium bekommt auch vom Denkmalschutz ein O.K.

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Die Tierverwertungsanlage in St. Erasmus.
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Waldkraiburg - Die Pläne für ein Tierkrematorium als Teil der Tierverwertungsanlage in St. Erasmus sind einen Schritt weiter.

Der Ferienausschuss des Stadtrats beschloss in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig sowohl entsprechende Änderungen der Flächennutzungs- und Bebauungspläne für den betroffenen Bereich als auch die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für das Projekt.

Zwischenzeitlich habe die Regierung von Oberbayern sich in einem Erörterungstermin mit den vorgebrachten Einwendungen auseinandergesetzt, so die Stadtverwaltung. "Bei einer Ortseinsicht mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde festgestellt, dass aufgrund der bestehenden Bebauung sowie der hohen Bäume keine denkmaleinschränkende Sichtbeziehung zwischen der Kirche in St. Erasmus und dem geplanten Kamin des Tierkrematoriums besteht."

Aus Sicht des Denkmalschutzes gäbe es keine Einwendungen gegen das geplante Tierkrematorium. Der Betreiber sagte zu, den Kamin des Tierkrematoriums in dezenter unauffälliger Farbe zu streichen.

Kehrtwende im Juli

Bereits Anfang Juli sprach sich der Stadtentwicklungsausschuss, nach einem Vortrag des Betreibers der Tierkörperverwertungsanlage St. Erasmus, nun doch für die Pläne für ein Tierkrematorium aus. Damit waren die Alternativ-Überlegungen für eine Biogasanlage erledigt, die noch Anfang Juni verfolgt wurden. 

Gemäß des Flächennutzungsplans wäre eine Biogasanlage baurechtlich möglich. Diese sollte über einen Bebauungsplan geregelt und ein Tierkrematorium ausgeschlossen werden. Dazu sollte der Stadtentwicklungsausschuss eigentlich Anfang Juni über die Aufstellung eines Bebauungsplans und einer Veränderungssperre für den betroffenen Bereich beraten. Es wurde dann jedoch entschieden, das Thema zu vertagen.

Stadt zunächst gegen Tierkrematorium

Bereits im April wurde bekannt, dass hinter der Tierkörperverwertungsanlage in St. Erasmus ein Tier-Krematorium samt Verwaltungsgebäude gebaut werden soll. Ein Tierbestattungs-Unternehmen plant eine etwa 20 mal 30 Meter große und sechs Meter hohe Halle mit zwei Brennkammern. Enthalten in den Plänen ist auch ein Raum zur Verabschiedung für die Tier-Besitzer. Vorrangig sollen in der Anlage dann Pferde verbrannt werden. 

Bis September soll die Baugenehmigung vorliegen. Sollte diese erfolgen, könnte die Anlage im Sommer 2020 in Betrieb genommen werden.

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