Stadtrat befasste sich erneut mit dem Thema

Tierheim-Neubau bei Pürten: Diese Fragen mussten noch geklärt werden

Tierheim-Neubau in Pürten hat nun bald Baugenehmigung - Diese Fragen mussten noch geklärt werden
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Im auf dem Plan markierten Bereich könnte nun bald der Neubau des Tierheims entstehen. Manuela Gyimes, Vorsitzende des Tierschutzvereins Waldkraiburg und Umgebung e.V. berichtet, dass der Verein weiterhin Spenden für das Projekt gerne annimmt.

Waldkraiburg - In seiner jüngsten Sitzung fasste der Stadtrat mehrheitlich Beschlüsse, welche das Projekt des Tierheim-Neubaus bei Pürten weiter voranbringen werden.

"Sofern auch alle zuständigen Behörden noch ihre Zustimmung geben, hat das Heim dann die Genehmigung, mit dem Bau anzufangen", erklärt Carsten Schwunck, Leiter der Stadtentwicklungs- und Bauabteilung gegenüber innsalzach24.de. Denn die Frage des Standorts sei nun soweit geklärt. 


Zulässigkeit des Bauplatzes musste noch geklärt werden

Der Neubau soll auf einem etwa 25.000 Quadratmeter großen Grundstück im Waldkraiburger Süden, an der Verbindungsstraße zwischen Pürten und Altmühldorf entstehen. Das Gelände ist jedoch baurechtlich ein "Außenbereich". Dieser Begriff aus dem Bauplanungsrecht bedeutet, es liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans und auch nicht zu einem im Zusammenhang bebauten Ortsteil. Konkret bedeutet dass, das dort nur gebaut werden darf, wenn das jeweilige Bauprojekt bestimmte Voraussetzungen erfolgt. Meistens, wenn es sich etwa um landwirtschaftliche Bauten oder Gebäude der Grundversorgung wie Trafostationen handelt. Dagegen beispielsweise ein Gewerbebetrieb oder ein Wohnhaus kann nicht ohne weiteres errichtet werden.

Hier soll der Tierheim-Neubau entstehen:


"Zunächst war daher angedacht, für den betroffenen Bereich einen Bebauungsplan aufzustellen", berichtet Schwunck weiter. "Das hat aber die Regierung von Oberbayern abgelehnt, da eine Ausweisung eines Sondergebietes Tierheim nach dem Landesentwicklungsprogramm Bayern und dessen Zielen unvereinbar sind. Stattdessen wurde vorgeschlagen, den Nachweis zu erbringen, dass es sich um einen der erlaubten Ausnahmefälle handelt." Dies habe ein Gutachten schließlich erwiesen. Innerhalb des Stadtgebiets gäbe es keinen anderen Standort, an dem das Tierheim entstehen könnte. "Außerdem hat ein anderes Gutachten ergeben, dass es hinsichtlich des Lärmschutzes keine Probleme mit den nahe gelegenen Wohnhäusern geben sollte."

Weiterhin Spenden gern gesehen

Der Tierschutzverein Waldkraiburg und Umgebung e.V. betreibt auf einem Grundstück der Stadt Waldkraiburg für diese und einige umliegende Gemeinden schon seit vielen Jahrzehnten ein Tierheim. Doch derzeit wird dieses im von der Stadt geduldeten Notbetrieb geführt. Denn ein Neubau ist in den vergangenen Jahren zunehmend dringlicher geworden. Es gibt eine lange Liste von Problemen mit dem derzeitigen Gebäude. "Trotzdem geht es den Tieren hier nicht schlecht", betont Manuela Gyimes, Vorsitzende des Tierschutzvereins. "Trotz der zahlreichen Probleme können wir ihnen selbstverständlich eine gute Versorgung sicherstellen." Auch aus Sicht des Veterinäramtes ist die Situation noch verträglich.

Es gäbe weiterhin einige größere Sponsoren des Bauprojekts. Daneben steuerte außerdem die Stadt einen Zuschuss für die Erschließung des Grundstücks bei"Da wegen der Corona-Krise derzeit Einnahmen aus Benefiz-Aktionen und den Gebühren für Tiervermittlungen weitestgehend wegfallen, wären wir sehr dankbar für jeden, der, soweit finanziell möglich, mit einer kleinen Spende für das Bauprojekt mithilft."

Spenden für den Neubau bitte an: 

Spendenkonto "Tierheimneubau" Sparkasse Waldkraiburg IBAN DE13711510200031346950 Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden!

hs

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