Tätigkeitsbericht vorgestellt

Das tut die städtische Behinderten-Beauftragte Stephanie Pollmann

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Pollmann bei der Überreichung der Urkunde.
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Waldkraiburg - Im Rahmen der jüngsten Stadtratssitzung wurde Stephanie Pollmann offiziell in ihrem Amt als städtische Behindertenbeauftragte bestätigt und erhielt 

Pollmann übt das Amt seit dem 1. Januar 2014 aus. "Hierbei zeigt sie großes Engagement und konnte Erfolge bei der Bewältigung von Problemen im Bereich der Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Handicap verbuchen", so die Stadtverwaltung. Daher beschloss der Stadtrat bereits im Oktober des vergangenen Jahres ihre Berufung bis 31. Dezember 2020 zu verlängern.

Regelmäßige Sprechstunde 

"Jeden Donnerstag biete ich eine Sprechstunde im Rathaus an, welche von zwei bis drei Betroffenen wahrgenommen wird, dazu kommt immer mindestens ein Anruf", berichtete Pollmann dem Ausschuss. Meistens gehen es um das Ausfüllen des Antrags auf einen Schwerbehindertenausweis, das Landespflegegeld sowie die Unterstützung bei Widersprüchen. "Diese schreibe ich allerdings nicht selbst, sondern bin nur beratend tätig. Alles andere übernimmt der Sozialverband VdK."

Ein "ganz großer Posten" seien Anfragen zu Euro-Schlüsseln für Behindertentoiletten. Der Euro-WC-Schlüssel öffnet beinahe alle Autobahn-Raststätten- und Bahnhofstoiletten sowie öffentlichen Toiletten in Fußgängerzonen, Museen oder Behörden vieler Städte in Deutschland, Österreich, Schweiz und in weiteren europäischen Ländern. Der Schlüssel wird nur an Menschen mit Behinderung ausgegeben, die auf barrierefreie Toiletten angewiesen sind.

Suche nach barrierefreien Wohnung und Arbeitsplätzen

Ein weiteres wichtiges Thema sei die Hilfe bei der Suche nach barrierfreien Wohnungen. "Inzwischen gibt es dank den Bemühungen von WSGW und der Stadtbau ein besseres Angebot, aber der Bedarf steigt weiter." Weiterhin bemühe sie sich, bei der Arbeitssuche zu helfen. "Es gibt nicht wenige Fälle, in denen jemand nach einem Schlaganfall oder einer anderen Erkrankung zwar noch fit genug für den ersten Arbeitsmarkt wäre, sein Schwerbehindertenausweis die Arbeitgeber abschreckt. Wir schaffen es aber immer wieder, Plätze zu finden." 

"Darüber hinaus habe ich wöchentlich Kontakt mit Stiftungen und Einrichtungen, dem Sozialamt sowie Sozialarbeiterinnen." Eine unschöne aber wichtige Aufgabe sei zudem, die Reinhaltung der öffentlichen Behindertentoiletten sicherzustellen. "Leider gibt es da immer wieder Fälle, in denen diese grob verschmutzt werden." Häufig erfahre sie davon aber zeitnah. 

Besonderer Dank für Tag der Behinderung auf Volksfest

Einen besonderen Dank richtete sie an alle Verantwortlichen und Organisatoren, welche den "Tag der Menschen mit Behinderung" auf dem Waldkraiburger Volksfest möglich machen. Dabei erhalten alle Menschen mit Handicap und jeweils eine Begleitperson 50 Prozent Ermäßigung an allen Fahrgeschäften und im Festzelt 50 Prozent Ermäßigung auf eine Speise und ein Getränk."Das ist immer ein großer Tag!"

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