Nach langer Standortsuche

Erste städtische KiTa soll am Kalandar entstehen

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Waldkraiburg - Im September eröffnet die erste städtische Kinderbetreuungseinrichtung. Nachdem in den letzten Wochen mehrere mögliche Grundstücke für die KiTa geprüft wurden, hat sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung für ein Grundstück am Kalander ausgesprochen.

Lange Zeit waren Grundstücke neben der Grundschule an der Beethovenstraße und im Schulzentrum Süd zur Diskussion gestanden. Nachdem diese nach einschlägiger Prüfung aus diversen Gründen nicht zur Verfügung standen, wurde sich für die freie Fläche am Kalander entschieden. "Für die Kinderbetreuungseinrichtung bringt dieser Standort viele Vorteile mit sich", teilt die Stadtverwaltung mit, "Er liegt im Zentrum der Stadt, hat genügend Parkplätze zur Verfügung und ist in unmittelbarer Nähe zum städtischen Träger. Vor allem in den ersten Monaten des Aufbaus ist dies ein großer Vorteil."

Bis zur Eröffnung im September gibt es noch einiges zu tun. Anfang August werden die 50 Container geliefert, in denen die Kinder vorübergehend bis zur Fertigstellung des Neubaus untergebracht werden. "Dabei handelt es sich um spezielle Kindergarten-Container, die kindgerecht ausgestattet werden und in jeder Hinsicht den strengen Vorgaben entsprechen", betont die Stadtverwaltung. Der Aufbau der Container dauert in etwa eine Woche, weil unter anderem auch alle Anschlüsse für Wasser und Strom verlegt werden müssen. Ende August werden die ersten Möbel geliefert. Die Bewerbungsgespräche für das KiTa-Team laufen derzeit und werden mit Ende dieser Woche abgeschlossen sein. "Ich bin mir sicher, dass wir dann ein wirklich tolles Team gefunden haben", sagt Martina Kainz, Leiterin des Sachgebiets Kinder, Jugend, Schule, Sport in der Stadtverwaltung.

Standort für Container nicht unumstritten

Der Standort war nicht unumstritten. "Der Bedarf ist unbestreitbar, aber der Standort unglücklich!", hatte Stadtrat Georg Ledig (CSU) in der Stadtrats-Sitzung Mitte Mai, auf der die Entscheidung für den Standort der Container fiel, kritisiert,"Die Verkehrssituation dort ist jetzt schon schwierig, wenn dann die zusätzlichen Busse und Autos von Eltern dazu kommen, wird es kritisch." Eva Köhr (CSU) merkte an, ein besserer Standort hätte gefunden werden können, wenn früher gehandelt worden wäre. "Wir können erst jetzt so etwas umsetzen", entgegnete dem Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG), "Denn wenn es keinen Bedarf an Plätzen gibt, den wir nachweisen können, erhalten wir auch keine Fördermittel für die Schaffung zusätzlicher Räumlichkeiten." Der massive Bedarf sei erst jetzt akut aufgetreten. Dies fand auch Zustimmung seitens der UWG und SPD. 

"Kein Waldkraiburger Kind muss eine KiTa in den umliegenden Gemeinden besuchen. Wir können allen Kindern einen Platz in Waldkraiburg anbieten", freute sich Pötzsch nun. Eltern, die ab September 2018 noch keinen Platz für ihr Kind gefunden haben, können ihr Kind ab sofort im Rathaus, im zweiten Stock, Zimmer 201 anmelden. Es stehen 24 Krippenplätze in zwei Gruppen und etwa 60 Kindergartenplätze aufgeteilt in drei Gruppen, zur Verfügung.

Bei Fragen steht Frau Martina Kainz von der Stadtverwaltung unter 08638 959 2141 oder martina.kainz@waldkraiburg.de zur Verfügung.

hs/Pressemitteilung Stadt Waldkraiburg

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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