Soll in ehemaliges SGF-Gebäude

Darum gibt es Kostensteigerungen beim neuen Kindergarten

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Das ehemalige SGF-Gebäude
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Waldkraiburg - Das Projekt eines städtischen Kindergartens ist einen Schritt weiter. Allerdings musste eine Kostensteigerung vermeldet werden.

Der Bauausschuss sprach sich in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, die Entwurfsplanung und dazugehörigen Kostenschätzung durch das beauftragte Architekturbüro und den Fachplanern, mit einem berechneten Kostenaufwand von etwa 2.332.300,00 Euro für den Umbau des ehemaligen SGF-Gebäudes zur Kindertagesstätte zu billigen. Dem muss nun noch der Stadtrat ebenfalls zustimmen Im weiteren Planungsverlauf sollen nun die einzelnen Kostenbereiche optimiert und vertretbare Einsparpotentiale generiert werden.

Anfang des Jahres hatte sich überraschend herausgestellt, dass der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen sehr viel höher ist, als zunächst angenommen. Daher kam die Idee auf, den Bedarf durch eine städtische Einrichtung zu decken. Viele Standorte wurden besichtigt, schieden jedoch am Ende aus verschiedenen Gründen aus. Im Juni brachte die Stadtbau GmbH das freie Grundstück am Kalander schließlich ins Spiel. Dort konnte schließlich Anfang Oktober eine übergangsweise Container-Einrichtung eröffnet werden. Die Einrichtung im ehemaligen SGF-Gebäude soll nun die dauerhaften Räumlichkeiten darstellen.

"Nach der Bestandsaufnahme und der Untersuchung nach Schadstoffen, sowie der Absprache mit der Kita-Leitung über die notwendigen Räumlichkeiten, wurde die Entwurfsplanung ausgearbeitet", so die Stadtverwaltung. "Diese wurde mit dem Jugendamt abgestimmt." Für die Barrierefreiheit des Gebäudes werde ein Aufzug mit eingeplant, somit seien alle Ebenen des Gebäudes für diese Personengruppe erreichbar. "

Die Pläne für das Erdgeschoss.

Die Außenanlagen sollen optimiert geplant werden , um hier eine möglichst große Spiel- und Bewegungsebene für die Kinder zu schaffen. Hierzu würden die bereits für die Containeranlage beschafften Spielgeräte umgesetzt. "Für die Beschäftigten der Kindertageseinrichtung werden die erforderlichen acht Stellplätze im Bereich der Haidaerstraße beziehungsweise der Stichstraße zu den angrenzenden Wohnhäusern eingeplant."

Kostensteigerung enstanden

Damit die im Grundbuch gesicherte Zufahrt zu den beiden Wohnhäusern erhalten bleibt, müsse ein nach gesetzlichen Vorgaben entsprechender Zufahrtsweg erhalten bleiben. Der Bring- und Abholbereich für die Eltern werde, nach Absprache mit dem Grundstückseigentümer des Penny-Marktes, über deren Grundstück zugestanden. "Eine grundbuchrechtliche Sicherung wird allerdings nicht erfolgen, dies wird vom Eigentümer abgelehnt."

Die Pläne für das Untergeschoss.

Im Zuge der Bestandsaufnahme und Vorplanung habe sich gezeigt, dass die Demontage und Einbau der notwendigen Sanitär-, Heizungs- und Elektroanlage sowie das zum Teil belastete Abbruchmaterial und die nicht regelkonforme Ausführung des Bestandsgebäudes, mehr Kosten verursachen werden als in der Kostenabschätzung absehbar war. Insgesamt seien Mehrkosten in Höhe von 128.000 Euro angefallen. Dies bestätigte auch der bauftragte Fachplaner dem Gremium. "Beispielsweise ist die Verglasung nicht bruchsicher und muss komplett erneuert werden", berichtete er, "Außerdem ist die Steueranlage für den Sonnenschutz kein einheitliches System sondern ein Flickwerk aus verschiedenen Einzelteilen, für die es teils keine Ersatzteile mehr gibt." Er sei sich jedoch sicher, dass es keine weiteren Kostensteigerungen mehr geben werde.

Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) wies ausdrücklich darauf hin, dass die Kosten trotz dieser Steigerung noch deutlich unter denen eines Neubaus bleiben würden. Die Sanierung werde derzeit mit 2.332.300,0 Euro veranschlagt, wogegen ein Neubau mit 3.608.300 Euro zu Buche schlagen würde. 

Die Pläne für die Außenanlagen. 

"Wie ist denn diese Kostenschätzung für einen Neubau überhaupt zu Stande gekommen?", wollte Andreas Knoll (SPD) wissen. "Die Referenz hierfür ist die Zahl der Kinder", versicherte der Fachplaner, "Es wird geprüft, wie viel ein kompletter Neubau auf einem Neubaugelände kosten würde."

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