Nach Termin in Pürten

Brief an Marcel Huber soll Unterstützung für Ortsumfahrung sichern

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Varianten für die Ortsumfahrung.

Waldkraiburg - Einstimmig sprach sich der Ferienausschuss des Stadtrats in seiner jüngsten Sitzung darauf aus, nach dessen Besuch einen appellierenden Brief mit Planungsunterlagen an Staatsminister Dr. Marcel Huber zu schicken.

Bereits Anfang Augustfand auf Initiative der UWG hin ein Ortstermin mit Staatsminister Dr. Marcel Huber statt. "Er erachtet, bereits bei dem geplanten Umbau der Pürtener Kreuzung auch die Umfahrung mit zu betrachten als absolut sinnvoll und möchte damit der Planung beim staatlichen Bauamt eine Priorität erwirken", berichtete Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) in der jüngsten Stadtratssitzung. Weiter wolle sich Huber politisch für die Höherstufung der Ortsumfahrung einsetzen. "Die bei dem Ortstermin besprochenen Fakten und Notwendigkeiten sprechen eine deutliche Sprache", erklärte Pötzsch. Huber sollen nun Unterlage zur favorisierten Trasse und gesammelte Argumente zugesandt werden.


"Die Beeinträchtigungen und Gefährdungen für die Pürtener Bürger durch die Ortsdurchfahrt der St 2091 nehmen zu", heißt es in dem Schreiben. Die jetzige Gefällestrecke sei aufgrund ihrer kurvenreichen Verkehrsführung, der großen Steigung und auch der unklaren und unbefriedigenden Radführung, sowie der höhengleichen Kreuzung des stark frequentierten Inn-Fernradweges eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer. "Mehrere Unfälle mit Lkws, Landmaschinen und Radfahrern in den letzten beiden Jahren sprechen eine deutliche Sprache." Daher wird dringend an Huber appelliert, sich wie versprochen einzusetzen. 

Pürtener Ortsumfahrung derzeit nicht vorgesehen

Im aktuellen siebten Ausbauplan für die Staatsstraßen in Bayern ist die Ortsumfahrung Pürten im Zuge der Staatsstraße 2091 nur nachrangig in der sogenannten zweiten Dringlichkeit enthalten. Das Verkehrsministerium und seine nachgeordneten Staatlichen Bauämter, planen die Projekte des siebten Ausbauplans grundsätzlich in der Reihenfolge ihrer Dringlichkeit. Deshalb könne es derzeit bei der Ortsumfahrung von Pürten nicht tätig werden, so das Bayerische Verkehrsministerium gegenüber unserer Redaktion im Juni.


Sofern unvorhergesehenerweise ein höherer Verkehrsbedarf auftreten sollte, sei es zwar möglich, ein Staatsstraßenprojekt nachträglich in die erste Dringlichkeit höherzustufen. Dies jedoch nur dann, wenn im Gegenzug zum vorgezogenen Projekt dann Projekte der ersten Dringlichkeit mit vergleichbarer Kostenhöhe zurückgestellt würden, beispielsweise weil ihre vorrangige Verwirklichung durch den Freistaat Bayern nicht mehr gegeben sei oder sie aufgrund außergewöhnlicher Schwierigkeiten bei der Erlangung von Baurecht nicht innerhalb der festgelegten Laufzeit realisiert werden können. Ein entsprechendes Tauschprojekt aus der Planungsregion Südostoberbayern sei derzeit aber nicht vorgesehen.

Die Planungen für den Ausbau der St2091 wurden auf der Stadtratssitzung im Mai vorgestellt. Sie sehen eine Vielzahl von Verbesserungen vor.

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