Auf Gelände von Tierverwertungs-Anlage

Nun doch keine Ablehnung für geplantes Tierkrematorium

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Die Tierverwertungsanlage in St. Erasmus.
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Waldkraiburg - Im Fall der Pläne für ein Tierkrematorium im Ortsteil St. Erasmus gab es nun noch eine Wendung. Der Stadtentwicklungsausschuss sprach sich nun doch für das Projekt aus.

"Der Ausschuss sprach sich nach einem Vortrag des Betreibers der Tierkörperverwertungsanlage St. Erasmus nun doch für die Pläne für ein Tierkrematorium aus", berichtet die Stadtverwaltung auf Nachfrage der Redaktion von innsalzach24.de. "Damit sind die Alternativ-Überlegungen für eine Biogasanlage erledigt, die noch Anfang Juni verfolgt wurden." Gemäß des Flächennutzungsplans wäre eine Biogasanlage baurechtlich möglich. Diese sollte über einen Bebauungsplan geregelt und ein Tierkrematorium ausgeschlossen werden. Dazu sollte der Stadtentwicklungsausschuss eigentlich Anfang des vergangenen Monats über die Aufstellung eines Bebauungsplans und einer Veränderungssperre für den betroffenen Bereich beraten. Es wurde dann jedoch entschieden, das Thema zu vertagen.

Stadt zunächst gegen Tierkrematorium

Bereits im April wurde bekannt, dass hinter der Tierkörperverwertungsanlage in St. Erasmus ein Tier-Krematorium samt Verwaltungsgebäude gebaut werden soll. Ein Tierbestattungs-Unternehmen plant eine etwa 20 mal 30 Meter große und sechs Meter hohe Halle mit zwei Brennkammer. Enthalten in den Plänen ist auch ein Raum zur Verabschiedung für die Tier-Besitzer. Vorrangig sollen in der Anlage dann Pferde verbrannt werden. Bis September soll die Baugenehmigung vorliegen. Sollte diese erfolgen, könnte die Anlage im Sommer 2020 in Betrieb genommen werden. Der Bauausschuss folgte in seiner jüngsten Sitzung dem Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung, der Errichtung des Tierkrematoriums nicht zuzustimmen, da dieses der Bauleitplanung beziehungsweise den städtebaulichen Zielen der Stadt Waldkraiburg widersprechen würde. Die Genehmigung für das Vorhaben erteilt jedoch nicht die Stadt, sondern die Regierung von Oberbayern, welche den Fall derzeit prüft. 

In einer Umfrage auf innsalzach24.de sprach sich die Mehrheit der Befragten für das Krematoriums-Projekt aus: 

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