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Auch Waldkraiburg klagt gegen den Zensus!

Waldkraiburg - Wohin sind 1.600 Einwohner verschwunden? Die Stadt zweifelt das Ergebnis des Zensus 2011 an und wird nun Klage erheben.

Nach Maitenbeth wird nun auch Waldkraiburg gegen das Ergebnis des Zensus 2011 klagen. Dies hat die Stadt in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Waldkraiburg wie Maitenbeth - sowie etliche andere Städte und Gemeinden in Bayern, darunter Nürnberg - haben laut Zensus weit weniger Einwohner, als bislang angenommen. Der Volkszählung zufolge lebten in Waldkraiburg am 9. Mai 2011, dem Stichtag des Zensus, 21.932 Menschen. Das örtliche Melderegister weise allerdings rund 1.600 Einwohner mehr aus, so die Stadt. Und auch die Fortschreibung der amtlichen Bevölkerungszahl nach der Volkszählung 1987 habe zum 31. Dezember 2011 bei 23.789 Einwohnern gelegen. Die Stadt erachte insbesondere die "Methodik und die Intransparenz des Verfahrens als problematisch".

Der konkrete Gegenstand der Klage ist ein Ende November eingegangener Bescheid des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung. Dieser legt die Ergebnisse der registergestützten Volkszählung als amtliche Einwohnerzahl fest.

Entstehen der Stadt finanzielle Nachteile?

Ob die gesunkene Einwohnerzahl mit finanziellen Nachteilen verbunden ist, ist aus Sicht der Stadt noch offen. Denkbar ist, dass Waldkraiburg nun geringere Schlüsselzuweisungen zustehen, auch die Berechnung der Kreisumlage und des Länderfinanzausgleichs könnte vom Zensus beeinflusst werden. Außerdem müsste wohl der Waldkraiburger Stadtrat um einen Sitz verkleinert werden.

Der Unmut über den Zensus ist vielerorts gewaltig. Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika etwa sprach schon vor einigen Wochen in einer Stadtratssitzung von einer "Abenteuergeschichte der besonderen Art". Erst vor wenigen Tagen brachte in Maitenbeth der Gemeinderat eine Klage gegen den Zensus auf den Weg. Dort leben angeblich 35 Menschen weniger als bislang vermutet. In besonders bemerkenswerten Zahlen drückt sich der Einwohnerschwund aber in einer Großstadt wie Nürnberg aus: Der Zensus erfasste dort rund 13.000 Einwohner weniger als das städtische Melderegister.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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