Stadt wartet auf Neuigkeiten

Forschungszentrum für Waldkraiburg: Weiter offene Finanzierungsfrage

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Waldkraiburg - Weiterhin heißt es abwarten in Sachen des möglichen Forschungszentrums. Dies wurde kürzlich wieder klar.

"Bevor über die Ausgestaltung einer möglichen interkommunalen Zusammenarbeit zwischen uns und der Stadt Mühldorf weiter konkret nachgedacht wird, steht zuerst die Klärung der Finanzierungszusage durch den Freistaat Bayern an", erklärte Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) im Rahmen der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, "Derzeit warten wir auf weitergehende Informationen von Seiten der Hochschule sowie von Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst."

Ankündigung im April 2018 

Im Wege der Regionalisierungsstrategie und den daraus resultierenden Planungen des Freistaates Bayern ist die Stadt Waldkraiburg als Standort für ein Zentrum für biobasierte Materialien der Technischen Hochschule Rosenheim vorgesehen. Dies hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Rahmen seiner Regierungserklärung im April bekanntgegeben. 

Mitte Juli wurde zudem im Rahmen eines größeren Investitionspakets für Hochschulen in Bayern auch die Anschub-Finanzierung für den Forschungsstandort in Waldkraiburg beschlossen. In Mühldorf soll der "Campus Mühldorf" weiter ausgebaut werden. 

Nur ein "Zuckerl" für Waldkraiburg?

Im Kreistag wurde im Oktober die positive Haltung zur Unterstützung des Hochschulangebotes und die Gründung eines Zweckverbandes, oder einer vergleichbaren Rechtsform, durch den Landkreis beschlossen. 

"Ist das nicht nur ein Zuckerl für Waldkraiburg, das bei der Vergabe des Hochschulstandorts leer ausgegangen ist?", wollte damals UWG-Fraktionsvorsitzender Peter Huber wissen. "Was springt da für den Landkreis insgesamt heraus? Und was kommt auf die Städte und den Landkreis an Belastungen zu?"

Huber: Könnten verflixt gutes Hochschulangebot bekommen

"Das Forschungszentrum könnte für Waldkraiburg wesentlich mehr bringen, als der Hochschulstandort für Mühldorf", erwiderte Landrat Georg Huber (CSU). Er überließ es jedoch dem damaligen Umweltminister MdL Dr. Marcel Huber (CSU) ein ausführliches Plädoyer zu halten.

"Das ist kein Notnagel, keine halbe Sache, sondern etwas, das richtig funktioniert"

, betonte dieser. Es sei die Chance auf ein Hochschulangebot vor Ort, welches man sonst so nie bekommen könnte. "Das ist kein 'Zuckerl', damit Waldkraiburg Ruhe gibt, sondern wir könnten ein verflixt gutes Hochschulangebot bekommen!", beteuerte er, "Lehre in Mühldorf und Forschung in Waldkraiburg - Das sollten wir nicht wegen kleinen Zwistigkeiten aufgeben, sondern müssen da zusammenhalten."

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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