An der Kreisstraße MÜ18

So soll die Verkehrssituation für Niederndorfer besser werden

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Bauamtsleiter Carsten Schwunck stellte die Vorgehensweise der Stadt vor.
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Waldkraiburg - In seiner jüngsten Sitzung wurden dem Stadtrat eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation für die Bewohner des Ortsteils Niederndorf vorgestellt.

"In der Bürgerversammlung war mitgeteilt worden, dass die Tempo-30-Zone und die damit verbundene Vorfahrtsregelung 'rechts vor links' an der Einfahrt nach Niederndorf problematisch ist", so Bauamtsleiter Carsten Schwunck. "Es wurde vorgeschlagen, die an sich vernünftige Vorfahrtsregelung 'rechts vor links' unmittelbar bei der Einfahrt aufzuheben." 

Anwohner regten Veränderungen an

Die erste Querstraße rechts, der Sonnenblumenweg, sei sehr nahe an der Einfahrt, so dass einfahrende Lastzüge, die hier die Vorfahrt gewähren müssen, mit dem Anhängerheck noch auf der Straße stehen würden, erst recht ein eventuell nachfolgendes zweites Fahrzeug.

"Die gleiche Situation ergibt sich immer wieder, wenn zwei oder drei Fahrzeuge einbiegen wollen und plötzlich wegen der zu gewährenden Vorfahrt abbremsen müssen."

Dann würden Fahrzeuge gegebenenfalls bei Gegenverkehr noch in der Fahrbahn stehen. "Die Gefahr ist umso größer, wegen des an der Einfahrt aufgeschütteten Lärmschutzwalle, weil dann die aus dem Sonnenblumenweg kommenden Fahrzeuge nur im letzten Moment gesehen werden können und dann sehr abrupt gehalten werden muss." Abhilfe wäre leicht dadurch zu schaffen, dass man das Schild "rechts vor links" hinter diese erste Querstraße versetzt und der Pürtener Straße an der Stelle Vorfahrt einräumt.

"Bei einer Ortseinsicht Ende Mai an der Vertreter der Stadt Waldkraiburg, der Stadtwerke, sowie Anwohner teilnahmen, wurden Empfehlungen gefunden." Bei dem Straßenabschnitt handelt es sich um ein Straßenstück von etwa 27 Metern Länge. "Dadurch, dass die Verkehrsteilnehmer die aus dem Sonnenblumenweg ausfahren, derzeit aufgrund der 'Rechts vor Links'- Regelung vorfahrtsberechtigt sind, kommt es zu Stauungen auf der Pürtener Straße, die zu gefährlichen Verkehrssituationen führen."

Es wurde festgestellt:

  • Bisher seien durch die Polizei keine Unfälle verzeichnet.
  • Im Zuge der Pürtener Straße, vor der Einmündung des Sonnenblumenweges in Niederndorf, ist ein Tempo-30-Schild, mit einem Zusatz darunter "hier gilt rechts vor links", vorhanden. Dieses 30er-Verkehrszeichen soll am jetzigen Standort bleiben und soll mit einem Verkehrszeichen "die Vorfahrt gilt nur an der nächsten Einmündung" zu ergänzen. 
  • Der Sonnenblumenweg wird mit dem Verkehrszeichen "Vorfahrt gewähren" untergeordnet.
  • Das Ende des gemeinsamen Geh- und Radweges an der Einmündung Pürtener Straße/Anemonenweg ist nicht beschildert. Hier soll das Zeichen "gemeinsamer Geh- und Radweg" mit dem Zusatzzeichen "Ende" aufgestellt werden. Zusätzlich soll das Zeichen "Vorfahrt gewähren!" am Ende des gemeinsamen Geh- und Radweges angebracht werden.
  • Zur Gewährleistung der Sichtverhältnisse, im Hinblick auf Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, soll bei der Ausfahrt aus dem Anemonenweg ein Verkehrsspiegel aufgestellt werden.
  • Aufgrund der baulichen Gegebenheiten hinsichtlich des Ausbau des privaten Wohnweges in Höhe der Anwesen Lavendelweg 2-8, kommt es für die Verkehrsteilnehmer auf der Pürtener Straße zu Unsicherheiten, bezüglich der "rechts vor links"- Regel. Hier wird die Aufstellung des "Vorfahrt gewähren"-Verkehrszeichens empfohlen. Die Grundstückseigentümer werden gesondert informiert.
  • Die Aufhebung der bereits angeordneten Tempo-30-Zone, welche seit über 20 Jahren besteht, wurde aus verkehrsrechtlichen Gründen für dieses Gebiet, nicht empfohlen.
  • Zusätzlich sind die Sichtdreiecke vom Straßenbaulastträger im gesamten Gebiet großzügig freizuschneiden.

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