Kunststoffe aus Holz sollen entwickelt werden

Söder in Waldkraiburg: Neue Hochschule "muss schnell umgesetzt werden"

Will die Forschung in ländlichen Regionen fördern, um neue Impulse für die Wirtschaft zu setzen: Markus Söder.
+
Will die Forschung in ländlichen Regionen fördern, um neue Impulse für die Wirtschaft zu setzen: Markus Söder am Mittwoch in Waldkraiburg.

Waldkraiburg – Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder unterstreicht mit seinem Besuch und den zugesprochenen Förderungen von elf Millionen Euro die Wichtigkeit der Forschung in der ländlichen Region. Dennoch müsse das Zentrum Biobasierter Materialien so schnell wie möglich umgesetzt werden.

„Es ist ein wichtiger und großer Tag“ verkündet der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bei seinem Besuch in Waldkraiburg. Dort soll in naher Zukunft das Zentrum Biobasierter Materialien (ZBM) in Zusammenarbeit mit der TH Rosenheim entstehen. Mit seinem Erscheinen würde Söder laut Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber „ein Statement setzen, wie wichtig dieses Projekt für den Ministerpräsidenten und dem Freistaat Bayern ist“.


„Es ist entscheidend auch in ländlichen Regionen die Wissenschaft zu fördern“, so Söder auf der Pressekonferenz in Räumlichkeiten der Firma Kraiburg am Mittwoch, 12. Februar. Damit mache man die Region für junge Menschen attraktiver und setze neue Impulse für die Wirtschaft. Zudem habe der Freistaat auch eine ethische Verantwortung für den Klimaschutz.

Kunststoff aus Holz

Denn das neue Forschungszentrum ZBM, das in Waldkraiburg entstehen soll, werde sich dem Thema nachhaltigen Kunststoff aus Holz widmen. Elf Millionen Euro hat der Freistaat für die nächsten fünf Jahre zugesagt. „Wenn es erfolgreich ist, kommen weitere Förderungen“, verspricht Söder.


Doch dafür müsse der Zweckverband Hochschulcampus Mühldorf, ein Zusammenschluss des Landkreises Mühldorf sowie der Stadt Mühldorf und Waldkraiburg, versuchen, dieses Projekt so schnell wie möglich umzusetzen. „Je schneller es umgesetzt wird, desto wettbewerbsfähiger wird man in Zukunft sein“, so Söder.

Markus Söder nahm sich die Zeit, um die Produkte anzuschauen, die von einem lokalen Unternehmen produziert und weltweit exportiert werden.

Standort und Personal offene Fragen

Als nächste Schritte müsse laut Huber ein passender Standort sowie qualifiziertes Personal gefunden werden. „Das Geld hierfür ist da, der Freistaat steht dahinter. Jetzt liegt es an der Region“, so Huber. Bis 2023 sei ein realistisches Ziel für die Umsetzung.

Der Landtagsabgeordnete unterstreicht die Chance für dieses Forschungszentrum, die genutzt werden muss: „Die Ressourcen werden knapp, daher haben biobasierte Produkte in der Kunststoffherstellung eine große Bedeutung in der Zukunft.“ Zudem habe man in Waldkraiburg Firmen, die bereits jetzt Produkte herstellen, die weltweit spitze sind. „Diese sind bisher noch nicht beteiligt, haben aber bereits Interesse an diesem Projekt bekundet“, so Huber.

„Die Bildung ist die Wirtschaft von morgen“, ist sich Prof. Heinrich Köster, Präsident der Technischen Hochschule Rosenheim, sicher. Das ZBM soll der regionalen Wirtschaft helfen, sich zukunftsorientierter aufzustellen. Der Ball liegt nun beim Zweckverband Hochschulcampus Mühldorf.

jz

Kommentare