Beunruhigt Broschüre der chemischen Betriebe Anwohner?

"Das klingt, als säßen wir auf einer Bombe!"

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Eine Seite aus der Broschüre
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Waldkraiburg - Bereits im März lagen fand sich bei Haushalten, die sich in der Nachbarschaft von chemischen Betrieben befinden eine Broschüre im Postkasten. Diese soll über die dort eingesetzten Stoffen, mögliche Gefährdungen und das richtige Verhaltensweisen im Ereignisfall informieren.

"Bitte bewahren Sie diese Broschüre griffbereit in der Nähe Ihres Telefons auf, damit Sie und Ihre Familienangehörigen jederzeit nachschlagen können", so schließt das Vorwort einer Broschüre der Chemischen Betriebe in Waldkraiburg. Sie richtet sich an die Nachbarschaft der verschiedenen Firmen und bietet "Informationen zu unseren Unternehmen, den eingesetzten Stoffen sowie möglicher Gefährdungen und den richtigen Verhaltensweisen im Ereignisfall."

"Das klingt als säßen wir auf einer Bombe", klagte Margit Roller (CSU) in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Sie erklärte, die Stadt sollte in der nächsten Ausgabe der Stadtinfo erläutern, was es damit auf sich habe. Ansonsten könnten Bürger beunruhigt werden.

Frieder Vielsack (UWG), selbst in leitender Funktion bei Kraiburg TPE, beruhigte: "Jeder Störfallbetrieb muss sowas herausgeben." Die Stadt habe dazu keinerlei Verbindung. Anton Sterr (CSU) mahnte, man solle dabei aber keine Panik verbreiten. "Ich selber war nicht in Panik, meine Nachbarn auch nicht", entgegnete vergnügt Vielsack.

Hier können Sie sich die Broschüre selbst ansehen.

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