Bürgermeister stand Rede und Antwort

Viele Fragen zum Schultausch bei der Bürgerversammlung

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Die beiden Schulstandorte in Waldkraiburg, die nun zusammengelegt werden sollen.
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Waldkraiburg - Am Dienstagabend stand Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) den Waldkraiburgerinnen und Waldkraiburgern bei der Bürgerversammlung Rede und Antwort. Unter anderem war auch der geplante Schultausch von Franz-Liszt- und Förderschule Thema.

"Wie stellen Sie sich das eigentlich vor, wie das dann an diesem Verkehrsknotenpunkt funktionieren soll?", wollte, unter anderem, eine Mutter wissen, "Ich stelle mir das als ein einziges Chaos vor, wenn die ganzen Kinder aus Süd, die bisher zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule konnten dann alle mit dem Auto zur Dieselschule gebracht werden müssen!" Wie bisher könne es nämlich nicht weitergehen. "Soll mein Sohn, wir wohnen im Süden, dann in der Früh alleine mit dem Fahrrad in die Stadt fahren?" Alleine wegen dem Verkehrsaufkommen an der Bayernbrücke sei ihr bei der Vorstellung unwohl.

"Das sind genau die Herausforderungen, denen wir uns jetzt stellen", antwortete Erster Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG). Im Rahmen der nächsten Planungsschritte würde beispielsweise auch eine Lösung für den Hol- und Bringdienst ausgearbeitet. Die Planer hätten diese und weitere Problemstellungen im Blick.

Ganz glücklich war die Waldkraiburgerin darüber nicht. "Ich habe mir damals mein Haus mit der Aussicht gekauft, dass man im Süden dann alle Schularten gleich in der Nähe hat." Bürgermeister Pötzsch entgegnete, der neue Standort sei der für alle Waldkraiburger insgesamt gerechteste."Wer bisher schon im Norden wohnte, hatte ja auch beispielsweise einen längeren Weg zur Realschule."

Betroffene sollen informiert werden

"Inwiefern und wann werden die betroffenen Eltern und betroffenen Bürger eigentlich einbezogen und informiert?", wollte ein anderer Waldkraiburger wissen. Das Gemeindeoberhaupt entgegnete, dass zunächst die Planungen des Landratsamtes abgewartet werden müssten. "Wenn es dann losgeht und wenn die Planungen dann losgehen, wird es ähnlich wie beim Freibad laufen, dass alle Betroffenen umfassend informiert werden."

Bilder von der Bürgerversammlung in Waldkraiburg

Schon seit längerem Thema

Aufgrund unterschiedlicher Erweiterungsnotwendigkeiten und anstehender Modernisierungen an den Schulstandorten Dieselstraße und Franz-Liszt-Straße war ein Architekturbüro beauftragt worden, eine Machbarkeitsstudie zur optimalen Verteilung und Zusammenlegung der unterschiedlichen Schulstandorte zu erstellen.Im Waldkraiburger Stadtrat gab es nicht wenig Widerspruch gegen das Projekt. Vor allem sprach sich die Schulleitung der beiden Mittelschulen aus pädagogischen Gründen dagegen aus. Doch am Ende stimmte der Stadtrat mehrheitlich, mit sieben Gegenstimmen überwiegend aus der CSU-Fraktion, für eine der Varianten.

Die Franz-Liszt- und die Dieselschule sollen künftig als zwei eigenständige Mittelschulen am Standort Dieselstraße zusammengefasst werden. Das Gebäude des Sonderpädagogischen Förderzentrums geht an die Stadt Waldkraiburg über. Wiederum das Förderzentrum zieht nach Waldkraiburg Süd in das bisherige Gebäude der Franz-Liszt-Schule. Für die Außenstelle Starkheim beschloss der Kreistag kürzlich die Realisierung eines Ersatzbaus für das Nebengebäude der Fachakademie für Sozialpädagogik in Starkheim, um der Raumknappheit entgegen zu wirken und eine nachhaltige Zukunftslösung bieten zu können.

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