"Das Waldbad begleitete mich in meiner Kindheit und Jugend"

Das sagen unsere Leser zur Zukunft des Waldbades

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Das Waldbad ist dringend sanierungsbedürftig.
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Waldkraiburg - Das Waldbad wird wohl abgerissen und gemeinsam mit Aschau neu gebaut. Die Meinungen unserer Leser dazu gehen auseinander. 

In einer Umfrage auf unserem Portal, die bis Mittwoch lief, sprach sich eine Mehrheit von über 59 Prozent der 1096 Teilnehmer für Abriss und Neubau des Waldbades aus. Fast 25 Prozent waren für eine Vollsanierung und nur fast 16 Prozent für die Variante von Teilsanierung und Teilneubau. Ein ganz anderes Meinungsbild bot sich vor allem in der Diskussion auf unserer Facebook-Seite unter dem Post zur Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses. 

User diskutierten auf Facebook

Hier finden Sie die vollständige Präsentation der Stadtverwaltung aus der Ausschusssitzung

"Das Waldbad begleitete mich in meiner Kindheit und Jugend", schreibt dort etwa Mina B. "Nun gehe ich selbst mit meinen Kindern dort hin." Sie ist gegen den Abriss und Neubau. "Schließlich gehört es zu Waldkraiburg und zwar genau da, wo es jetzt ist." Der Neubau würde ihrer Ansicht nach nicht dasselbe sein. Dem schließt sich auch Nicky F. an: "Kommt das Waldbad weg, frag ich mich, was man dann noch in der 'Erlebnisstadt' Waldkraiburg erleben soll" Auch Annegret H. sieht das so: "Ich kann es mir einfach nicht anders vorstellen!" Viele Leser kritisierten auch, dass der geplante neue Standort einen sehr viel längeren Anfahrtsweg bedeuten würde. "Ich lasse mein Kind bestimmt nicht bis nach Aschau laufen!", schreibt Manuela L.. 

Hier soll das Waldbad neu entstehen

"Da wird mit dem jetzigen Waldbad Gelände als Baugrund geliebäugelt", vermutet unterdessen Antje T., sie zweifelt daran, dass im Fall einer Bebauung dort Wohnraum entsteht, den sich der Durchschnittsbürger auch leisten kann. Im Kommentarbereich unter dem Artikel mahnt auch Leser "housl" an, die Stadt müsse dafür sorgen, dass auf dem Grundstück nach einem Abriss des Waldbads bezahlbarer Wohnraum in städtischer und nicht privater Verantwortung geschaffen wird. Ebenfalls im Kommentarbereich unter einem weiteren Artikel merkt "Pewecama" an, dass eine Sanierung ausreichend sei, da die Finanzierung des Neubaus seiner Ansicht nach fraglich ist. 

Es gibt auch kritische Stimmen zur Variante einer Sanierung, einige Leser merken an, dass in diesem Fall ebenfalls der Sprungturm und das Wellenbecken wegfallen werden. "Das Problem ist die Finanzierung", kommentiert Stefan H. "Wer wäre beispielsweise bereit, acht Euro oder mehr an Eintritt zu bezahlen, um die Sanierung und den Betrieb zu finanzieren?"

Ausschuss sprach sich für Abriss und Neubau aus

Am Dienstag der vergangenen Woche verfolgten fast 200 Bürgerinnen und Bürger die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, als es um das Thema ging. Das Gremium sprach sich am Ende mit einer knappen Mehrheit für einen Abriss und Neubau des Waldbades als gemeinsames Projekt mit der Nachbargemeinde Aschau an einem neuen Standort, an der Staatsstraße zwischen Waldkraiburg und Aschau, aus.

Erneut wird das Thema nun am Dienstag der kommenden Woche zur Beratung im Stadtrat anstehen. Um dem zu erwartenden Zuschaueransturm zu begegnen, sollen dafür im Foyer vor dem Rathaussaal Lautsprecher aufgestellt werden, für den Fall, dass der Platz knapp wird. Endgültig wird die Entscheidung aber wohl erst, wenn auch der Aschauer Gemeinderat sich am 20. Februar dazu ausgesprochen hat. Am 21. Februar wird es zudem noch eine Bürgerversammlung extra nur zu diesem Thema geben.

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