Gutachten als Regulierungsgrundlage

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Waldkraiburg - Sind Sie geblitzt worden? Zweifeln Sie die Rechtmäßigkeit des Bußgeldbescheides an? Vielleicht kann Ihnen die Waldkraiburger Firma SZU helfen:

Wer acht Punkte in seiner Verkehrssünderkartei in Flensburg hat, der wird im Normalfall nervös. Er bekommt nämlich Post vom Kraftfahrtbundesamt und die Empfehlung, an einem Aufbauseminar teilzunehmen. Er wird sich auch hüten, weitere Punkte zu sammeln.

Falls es doch passiert, dass er beispielsweise geblitzt wurde, weil er zu flott unterwegs war und ein Fahrverbot droht, kann ein Rechtsanwalt empfehlen, die Rechtmäßigkeit des Bußgeldbescheides anzuzweifeln.

Da kommt schnell die „Sachverständigen Zentrale für Unfallschäden und Ermittlung“ ins Spiel. Die SZU GmbH ist eine in Waldkraiburg ansässige Sachverständigenorganisation, die prüft, ob die Messung plausibel und nachvollziehbar war beziehungsweise ob hierbei alles richtig gemacht wurde.

Ansonsten kann der Betroffene mit Hilfe eines Gutachtens der SZU den Bescheid anzweifeln. Es wird dann getestet, ob das Messgerät richtig gemessen hat oder ob es beispielsweise ordnungsgemäß aufgestellt wurde. „Ein Großteil aller Bescheide können angefochten werden“, sagt Hans Köck, der Geschäftsführer der SZU GmbH.

Gutachten schaffen für 140 Menschen Arbeitsplätze

Mehrere Tausende Gutachten erstellt die Sachverständigenorganisation mittlerweile pro Jahr. „Das ist ein Bereich mit hohem Zuwachs“, verrät Hans Köck, der mit seiner Firma seit Anfang Mai den neuen Firmensitz in der Teplitzer Straße hat.

Dabei sind diese Gutachten nur ein Teil des Portfolios, welches die SZU GmbH anbieten kann. Über 50 Mitarbeiter in Waldkraiburg und rund 90 weitere Sachverständige, die in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland aktiv sind, kümmern sich um Gutachten bei Haftpflichtschäden, die Bewertung von Fahrzeugen, Gutachten für Oldtimer, Schiffe oder Nutzfahrzeuge sowie Transportschäden oder Bauschäden.

„Gerade wenn beispielsweise ein Lastwagen auf der Autobahn umgekippt ist, die Ladung sich quer über die Fahrbahn verteilt, ein Hebekran zur Bergung vor Ort ist sowie Polizei und Rettungskräfte und natürlich der normale Verkehr auch noch irgendwie fließen muss, dann ist das schon eine ziemliche Herausforderung“, beschreibt Hans Köck Fälle, die ihm im Gedächtnis geblieben sind.

Angefangen hat der Kfz-Meister im eigenen Wohn- und Geschäftshaus. Er hat eine Fortbildung zum Gutachter gemacht, zahlreiche Kurse und Weiterbildungen im In- und Ausland besucht und hat Schritt für Schritt das Nebenberufliche zum Hauptberuf gemacht. Neben seiner Frau Anneliese Köck, die für die Finanzen zuständig ist, wurden dann Mitarbeiter eingestellt. „Wir haben geschulte Spezialisten in allen Bereichen“, sagt Hans Köck.

Neben den reinen Haftpflichtschäden hat er sich weitere Standbeine gesucht, um nicht saisonal gebunden zu sein. So arbeitet die SZU heute mit Versicherungen, Leasingfirmen, Autovermietern, Rechtsanwälten, Speditionen, Verbänden und Vereinen zusammen. „Hier dient unser Gutachten, das natürlich auch vor Gericht verwertbar sein muss, als Regulierungsgrundlage“, erläutert Geschäftsführer Hans Köck. Doch selbstverständlich habe man auch zahlreiche Privatkunden.

Seit dem Jahr 2000 besteht seine Firma mittlerweile, im Jahr 2006 zog sie nach Waldkraiburg. „Wir mussten expandieren, um die Aufträge bewältigen zu können“, so Anneliese Köck. Doch das Büro in der Hirschbergerstraße stieß auch relativ schnell an seine Kapazitätsgrenze und so entschloss man sich, in der Teplitzer Straße ein Geschäftshaus zu bauen, wo die neue Firmenzentrale entstehen sollte.

Zum 1. Mai war dann der Umzug. Auch wenn hier „eine gehörige Investition notwendig war“ sieht Hans Köck, wenn er eine Prognose für die nächsten Jahre wagt, durchaus Potenzial, noch weiter zu wachsen.“ Es wird immer eine Festlegung oder eine Bewertung benötigt“, so seine Überlegung. Jahr für Jahr werden rund 25.000 Gutachten und 80.000 Bewertungen bei ihnen durchgeführt.

Dabei ist es ein absolutes Muss, dass seine Mitarbeiter ständig geschult werden, um mit den technischen Entwicklungen Schritt halten zu können. „Wenn ein Hybridauto zu begutachten ist oder vielleicht bald Solarfahrzeuge, dann müssen wir wissen, wie diese Autos funktionieren, wie sie aufgebaut sind“, erklärt Hans Köck. So ist es für ihn selbstverständlich, dass auch die externen Mitarbeiter regelmäßig in die Zentrale nach Waldkraiburg kommen, sodass alle Mitarbeiter auf dem gleichen Wissensstand sind.

Er macht keinen Hehl daraus, dass er ständig auf der Suche nach Fachkräften ist. Doch das sei, wie in vielen anderen Wirtschaftsbereichen, nicht so einfach. In seinem Fall komme noch hinzu, dass es kein geschütztes Berufsbild zum Gutachter gebe, so Köck.

Lob für Waldkraiburger Mitarbeiter

Doch bis dahin muss er sich selbst um die Ausbildung seiner Fachkräfte kümmern. Dass er das akribisch macht, hat sich in der Branche bereits herumgesprochen. Deshalb kommen aus ganz Deutschland Kfz-Meister oder Maschinenbauingenieure, um bei der SZU in Waldkraiburg ein Praktikum zu absolvieren.

„Wir bilden aber auch selbst aus“ ergänzt Anneliese Köck. Dabei lobt sie gerade die Mitarbeiter aus Waldkraiburg, weil diese oft mindestens zwei Sprachen sprechen. „Je mehr internationale Kunden wir bekommen, umso wichtiger wird das für uns“.

Pressemitteilung SZU GmbH

Zurück zur Übersicht: Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser