Interkommunales Projekt mit Aschau am Inn

Neubau-Projektteam traf sich erstmals - Zusammenarbeit läuft gut

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Das Grundstück an der Staatsstraße 2352, auf dem das Waldbad nun in interkommunaler Zusammenarbeit mit Aschau am Inn neu gebaut werden soll.
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Waldkraiburg - In einem ersten offiziellen Abstimmungsgespräch haben sich die beiden Gemeinden Aschau und Waldkraiburg in einer Arbeitsgruppe zusammengesetzt und über das gemeinsame Neubau-Projekt für das Freibad beraten.

Dabei ging es in erster Linie um die Rahmenbedingungen, wie eine zukünftige Zusammenarbeit funktionieren soll, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Die Arbeitsgruppe war sich demnach von Anfang an über die Verteilung der Kosten, Zuständigkeiten, die Reihenfolge der einzelnen Planungsphasen und dem groben Umfang des Gesamtprojektes einig. Sämtliche vertragliche Entwürfe über die Zusammenarbeit werden nun in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband vorbereitet. 

Mitte Mai wurde das Schicksal des Waldbads besiegelt, ein Neubau soll kommen. Am Mittwoch traf sich erstmals das Projektteam dafür.

Die naturschutzrechtlichen Untersuchungen, der Flächennutzungs- und Bebauungsplan sind bereits in Auftrag gegeben. Um weitere Anregungen und eine größere Übersicht zu bekommen wird eine Besichtigungstour durch andere Bäder in der Region organisiert. Bürgermeister Pötzsch ist begeistert von der sehr guten Stimmung und Zusammenarbeit in dieser Arbeitsgruppe: "Es ist wunderbar zu sehen, wie wir gemeinsam hochmotiviert diese Chance der Zusammenarbeit ergreifen, und damit ein Leuchtturmprojekt für die Region zu schaffen!" Bürgermeister Salzeder stimmte ihm zu: "Ich war positiv überrascht von den innovativen Gesprächen und der guten Stimmung in der Arbeitsgruppe."

Das Projektteam vorgeschlagen hatte UWG-Fraktionsvorsitzender Frieder Vielsack in der Stadtratssitzung nach dem Bürgerbegehren und Ratsentscheid zum Waldbad. Dem Team gehören neben Bürgermeister Robert Pötzsch und Stadtwerke-Geschäftsführer Herbert Lechner je zwei Mitglieder der drei Stadtratsfraktionen an, Anton Sterr und Margit Roller für die CSU, Alexandra Reisegast und Frieder Vielsack (UWG) sowie Susanne Engelmann und Gerd Ruchlinski (SPD). Die Gemeinde Aschau wird durch Bürgermeister Alois Salzeder, den Geschäftsstellenleiter Stefan Kirchbuchner und zwei Gemeinderäte vertreten. Der Förderverein Waldbad Waldkraiburg e.V. gehört dem Team auf eigenen Wunsch nicht an. 

Bürgerentscheid im Mai brachte Entscheidung für Neubau

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Das Waldbad an der Reichenberger Straße  nimmt in den Herzen vieler Waldkraiburger einen besonderen Platz ein, denn seine ist eng mit der Stadtgeschichte Waldkraiburgs verknüpft. Seine zahlreichen besonderen Attraktionen, wie das Wellenbecken oder der Sprungturm, werden sehr geschätzt. Manche Waldkraiburger besuchen es schon, so lange sie zurückdenken können. Allerdings hat es auch einen enormen Sanierungsbedarf. Die Stadtwerke, die es betreiben, können seinen Unterhalt nach ihren Angaben kaum noch bewältigen. Es wurde daher durch die Stadt ein Gutachten zu Optionen sowohl für die Sanierung als auch einen Neubau in Auftrag gegeben. In der Stadtratssitzung im Februar sprach sich dann eine knappe Mehrheit für die Variante eines Neubaus in interkommunaler Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Aschau am Inn aus. Auch der Aschauer Gemeinderat sprach sich, unter Auflagen, bereits für das Projekt aus.

Gegen die Entscheidung formierte sich ein Aktionsbündnis aus Waldbad-Förderverein, CSU und Teilen der SPD. Sie veranlassten ein Bürgerbegehren gegen den Neubau und für eine Sanierung. Dieses fand dann Mitte Mai statt. Zunächst sah es bei der Auszählung der Stimmen so aus, als könnten die Sanierungs-Befürworter einen Sieg einfahren. Jedoch scheiterten sie knapp am sogenannten Quorum, der nötigen Mindestanzahl an Stimmen, die nötig ist, damit bei einem Bürgerentscheid ein Ergebnis gültig wird. Es wurde um nur knapp 100 Stimmen verfehlt. Somit bleibt es bei der Entscheidung des Stadtrats zum Neubau. Das Waldbad wird bis zur Fertigstellung und Eröffnung des Neubaus weiter betrieben werden.

hs/Pressemitteilung Stadt Waldkraiburg

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