Polizei Waldkraiburg warnt

Telefonbetrug mit älteren Menschen im Visier: So handelt man richtig

Waldkraiburg - Die Polizei warnt angesichts einer Welle von Anrufen falscher Polizisten zur Vorsicht. Insbesondere ältere Menschen sind im Visier der Täter.

„Die Täter haben vor allem ältere Menschen im Visier. Wenn Sie also ältere Angehörige haben, die vielleicht auch die Nachrichten nicht aktiv verfolgen, warnen Sie sie bitte“, appelliert ein Beamter der Polizeiinspektion Waldkraiburg im Gespräch mit innsalzach24.de. „Es werden gerade gehäuft Anrufe unter dem Namen der Polizei Waldkraiburg getätigt. Angebliche Beamte erkundigen sich, ob denn verdächtige Beobachtungen in der Nachbarschaft gemacht werden konnten.


Hierbei ist laut der Polizei bitte unbedingt zu beachten:

  • Geben Sie am Telefon keine Auskunft über Ihre per­sönlichen und finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie ein­fach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür. Ziehen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzu, beispielsweise Nachbarn oder nahe Verwandte.
  • Wer von den Betrugsversuchen betroffen ist, soll sich bitte an die Polizeiinspektion Waldkraiburg unter der 08638/9447-0 oder auch jederzeit an die 110 wenden!

Ende September hatte die Polizei in München bereits vor einer Serie von Telefon-Betrug gewarnt. Bei der Vorstellung der Kriminalstatistik Anfang März hatte Polizeipräsident Robert Kopp außerdem gemahnt, Telefonbetrug sei eines der derzeit stärker vertretenen Delikte. In Zeiten der Corona-Krise gibt es, laut der Deutschen Presseagentur (dpa) unterdessen auch Berichte über eine völlig neue Masche: „Corona-Schockanrufe“ sind eine neue Betrugsmasche.

Dabei geben sich Betrüger beispielsweise als Ärzte oder erkrankte Angehörige aus. Es werden dann teils horrende Summen von mehreren tausend Euro verlangt, die für dringend notwendige Behandlungen nötig seien.

hs/Pressemitteilung Polizeiinspektion Waldkraiburg

Rubriklistenbild: © picture alliance/Martin Gerten/Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Montage)

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