Stadt wünscht sich Bau von Umgehungsstraße

Das ist der aktuelle Stand bei der Ortsumfahrung Pürten

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Bauamtsleiter Carsten Schwunck erläuterte den aktuellen Stand bei der Ortsumfahrung. Rechts: Mögliche Varianten dafür.
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Waldkraiburg - Schon seit Jahrzehnten wünscht sich die Stadt den Bau einer Ortsumfahrung für Pürten. Allerdings ist das nicht so einfach. 

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Der Stadtentwicklungsausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung, für eine aktuelle Trassenüberprüfung eine sogenannte Planungsraumanalyse in enger Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim durchzuführen. So soll eine Realisierung der Ortsumgehung Pürten gefördert werden. Dies, obwohl keine Planungssicherheit besteht, dass vom Freistaat Bayern eine Ortsumgehung Pürten mittelfristig gebaut wird. Die Verwaltung wird beauftragt, für den Planungsschritt eine Kostenberechnung unter Einbeziehung sämtlicher notwendiger Beratungs- und Sachverständigenleistungen zu erstellen und dem Stadtrat zur Billigung vorzulegen. "Wir hatten uns Ende Februar mit Vertretern des Staatlichen Bauamt getroffen, die diese Vorgehensweise anrieten", erläutert Bauamtsleiter Carsten Schwunck gegenüber unserer Redaktion. 

Einige Appelle für Ortsumfahrung in der letzten Zeit

"Die Beeinträchtigungen und Gefährdungen für die Pürtener Bürger durch die Ortsdurchfahrt der St 2091 nehmen zu", hieß es Anfang September des vergangenen Jahres in einem Schreiben der Stadt an den damaligen Umweltminister Dr. Marcel Huber. Die jetzige Gefällestrecke sei aufgrund ihrer kurvenreichen Verkehrsführung, der großen Steigung und auch der unklaren und unbefriedigenden Radführung, sowie der höhengleichen Kreuzung des stark frequentierten Inn-Fernradweges eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer. "Mehrere Unfälle mit Lkws, Landmaschinen und Radfahrern in den letzten beiden Jahren sprechen eine deutliche Sprache."

Bei einem Treffen mit Huber im Oktober habe sich bereits herausgestellt, dass für die Ortsumgehung Pürten derzeit keine Planungen stattfinden beziehungsweise stattfinden dürfen. Der geplante höhenfreie Umbau der Pürtener Kreuzung bedeute keine Vorfestlegung auf eine bestimmte Umfahrungstraße. Ein Vorziehen der Errichtung der Ortsumfahrung wäre nur durch einen Maßnahmentausch innerhalb der Planungsregion Südostoberbayern möglich. Deshalb habe Mitte November die Übergabe einer Liste mit Maßnahmen der Dringlichkeit 1 mit vergleichbarer Kostenhöhe zwecks politischer Überlegungen für einen Maßnahmentausch stattgefunden. Weiterhin habe es Anfang Januar eine Besprechung im Landratsamt bezüglich des hohen Verkehrsaufkommens auf der Ortsdurchfahrt Ampfing gegeben. Erster Bürgermeister Robert Pötzsch habe erneut die dringende Notwendigkeit für eine Ortsumgehung Pürten thematisiert. Dr. Marcel Huber, MdL habe versprochen sich weiter dafür bei den Behörden einzusetzen.

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