Erste Pläne

So könnte das freie Areal an der Priesnitzstraße einmal aussehen

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Die Variante II, für die sich das Gremium aussprach.
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Waldkraiburg - Mit dem Areal westlich und östlich der Priesnitzstraße soll bald eines der letzten freien Grundstücke in der Stadt bebaut werden. Nun wurden erste Pläne diskutiert.

Der Stadtentwicklungsausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung, die Verwaltung zu beauftragen, anhand eines städtebaulichen Entwurfes in einer ausgewählten Variante den Entwurf des Bebauungsplanes für einen Bereich an der Preisnitzstraße auszuarbeiten.

Bereits im März 2017 wurde beschlossen, ein Bauleitverfahren mit dem Ziel zur Ausweisung von Wohn-, Misch- beziehungweise Gewerbegebietes für den Bereich an der Priesnitzstraße einzuleiten. Insbesondere sollten in einem Bauleitverfahren die immissionsrechtlichen und naturschutzrechtlichen Belange geprüft werden. Ein Ingenieurebüro führte außerdem eine schalltechnische Untersuchung durch. 

"Die Ergebnisse der Prognoseberechnungen dienten als Grundlage für die erstellten Bebauungsvarianten", erläuterte Bauamtsleiter Carsten Schwunck. "Zusammenfassend hat die durchgeführte Untersuchung ergeben, dass die Ausweisung von Wohnnutzungen im Plangebiet, vor allem westlich der Prießnitzstraße, als problematisch anzusehen ist und erfordert jedenfalls ein konsequentes Schallschutzkonzept zum Umgang mit den nächtlichen Immissionen des Festplatzes und des Lidl-Marktes."

Dazu wurden zwei Varianten ausgearbeitet:

Variante I: 

  • Westlich der Prießnitzstraße ist lediglich Gewerbenutzung (ohne Wohnnutzung) vorgesehen. 
  • Die Wandhöhe von acht Metern fällt zur bestehenden Bebauung entlang der Max-Planck-Straße auf sechs bis acht Meter ab. Zum Volksfestplatz ist eine Gebäudehöhe von zehn Metern vorgesehen. 
  • Östlich der Prießnitzstraße ist eine Misch- und Wohnnutzung vorgesehen. Die Wohnbebauung mit Doppel- und Reihenhäusern schließt an die bestehende Bebauung an und wird durch ein acht Meter hohes L-förmiges Bürogebäude vom Feuerwehrgelände abgeschirmt.

Variante II: 

Die Planungsvariante II unterscheidet sich von Variante I lediglich im östlichen Bereich der Prießnitzstraße. Das Konzept sieht statt eines L-förmigen Bürokomplexes einen acht Meter hohen Lärmschutzwall zum Feuerwehrgelände hin vor. Dadurch finden die Wohnhäuser eine andere Anordnung. Das an den Lärmschutz angrenzende, acht Meter hohe Gebäude, trägt einerseits zum stufenweisen Übergang zwischen Gewerbe und Wohnen und andererseits zur Lärmabschirmung bei.

Räte einig

"Wenn, dann sollte es die zweite Variante sein"

, erklärte UWG-Fraktionsvorsitzender Frieder Vielsack, "Sonst wird da die Feuerwehr unverhältnismäßig in ihrer Tätigkeit eingeschränkt, wenn es vor allem um Löschübungen geht."

"Auch ich finde die zweite Variante die charmanteste", erklärte CSU-Fraktionsvorsitzender Anton Sterr. Allerdings protestierten er und die CSU-Fraktion vehement gegen einen Umgriff des Bebauungsplans auf den Volksfestplatz. Dieser wurde daraufhin herausgenommen. 

Auch Umweltreferent Gerd Ruchlinski (SPD) gab dem Projekt seinen Segen. 

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